Trump kritisiert Fed-Chef Powell: "Ich könnte es besser machen"
In einer gewohnt unkonventionellen Manier äußerte sich der ehemalige US-Präsident Donald Trump am Mittwoch kritisch gegenüber dem Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell. Trump, der bereits während seiner Amtszeit regelmäßiger Kritiker Powells war, bemängelte die vermutliche Entscheidung der Zentralbank, die Zinsen nicht zu senken, und zog in Erwägung, selbst die Führung der Fed zu übernehmen.
"Vielleicht sollte ich zur Fed gehen", spekulierte Trump bei einem Gespräch im Weißen Haus. Sein Missfallen über Powell ist nicht neu und hat auch in der Vergangenheit für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt. Er hat zwar davon abgesehen, Powell vorzeitig aus dem Amt zu drängen, doch machte er deutlich, dass er ihm nach Ablauf der jetzigen Amtszeit nicht erneut das Amt anvertraut hätte.
In Trumps typisch direkter Art beschrieb er, dass Powell die Fed "glücklicherweise" in rund neun Monaten verlassen werde. Dabei stellte er auch die erneute Ernennung Powells durch den jetzigen Präsidenten Joe Biden in Frage und vermutete, dass möglicherweise politische Motive dahinterstanden. Trotz seiner scharfen Worte betonte Trump, dass Powell während seiner Amtszeit keine Erneuerung seiner Position gesehen hätte.
Gleichzeitig wird mit Spannung die Entscheidung der Federal Reserve erwartet, die Zinsen unverändert zu belassen, während sie mit den Zeichen einer abkühlenden Wirtschaft und den Risiken höherer Inflation durch US-Importzölle sowie der eskalierenden Krise im Nahen Osten ringt. Trump, jedoch nicht minder gewohnt optimistisch, glaubt, dass die Maßnahmen des Fed-Chefs stets zu spät kämen, und bestätigte: "Ich nenne ihn 'zu spät Powell', weil er immer zu spät ist."

