Trump-ernannte Gruppe fordert von Bundesbehörden einfachere Krypto-Regulierung
Eine von Präsident Donald Trump eingesetzte Arbeitsgruppe hat einen umfassenden Bericht zum Thema Kryptowährungen veröffentlicht, in dem für klarere Vorschriften für digitale Märkte geworben wird.
Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht fordert von den Bundesaufsichtsbehörden, ihre bestehende Autorität zu nutzen, um eindeutigere Regeln für den Handel mit digitalen Vermögenswerten zu schaffen, wodurch die Einführung innovativer Finanzprodukte erleichtert werden soll.
Weißes Haus Krypto-Bericht
Laut Bloomberg bezeichnete das Weiße Haus den Bericht als einen wesentlichen Schritt zur Positionierung der Vereinigten Staaten an der Spitze der Blockchain-Revolution.
„By implementing these recommendations, policymakers can usher in the Golden Age of Crypto,“ officials stated in a fact sheet accompanying the report from the Working Group on Digital Asset Markets.
Die durch eine von Trump im Januar unterzeichnete Exekutivanordnung ins Leben gerufene Taskforce hat eine Vielzahl von politischen Maßnahmen vorgeschlagen, um die Komplexitäten des digitalen Vermögensmarktes zu adressieren.
Zu den Hauptempfehlungen gehört der dringende Erlass des Digital Asset Market Clarity Act, der darauf abzielt, regulatorische Lücken zu beseitigen, indem der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Befugnis zur Überwachung von Spotmärkten für nicht als Wertpapier eingestufte digitale Vermögenswerte gegeben wird.
Der Bericht betont auch die Notwendigkeit, dezentrale Finanztechnologien (DeFi) als wesentlichen Bestandteil des sich entwickelnden Finanzsystems zu akzeptieren.
Zudem fordert der Bericht die Securities and Exchange Commission (SEC) sowie die CFTC auf, zügig zu handeln und Klarheit in wichtigen Fragen wie Registrierung, Verwahrung, Handel und Aufzeichnung zu schaffen, um den Handel mit digitalen Vermögenswerten auf Bundesebene zu ermöglichen.
Bitcoin-Reserve mit 198.000 beschlagnahmten Coins
Diese Empfehlungen folgen der jüngsten Unterzeichnung eines Kongressgesetzes namens GENIUS Act durch Trump, das auf die Regulierung von Stablecoins abzielt und einen bedeutenden Erfolg für die Kryptowährungsindustrie darstellt.
Dieses neue Gesetz schafft Regeln für US-Dollar-gestützte Stablecoins, die laut Befürwortern den Weg für eine breitere Integration digitaler Vermögenswerte in das Finanzsystem ebnen werden.
Das Weiße Haus hat darauf hingewiesen, dass weitere Einzelheiten zur Strategischen Bitcoin-Reserve folgen werden. Diese Reserve soll aus rund 198.000 Bitcoin bestehen, die die Regierung aus Strafverfahren und anderen Verfahren beschlagnahmt hat.
Eine früher in diesem Jahr erlassene Exekutivanordnung verlangte vom Finanzministerium, diese Bitcoin-Bestände zu behalten und budgetneutrale Methoden zur Beschaffung weiterer Bitcoins zu prüfen.
Der Bericht behandelt auch andere wichtige Themen, einschließlich der Notwendigkeit von Klarheit in Bezug auf Verpflichtungen des Bankgeheimnisgesetzes zur Stärkung der Bemühungen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML).
In Bezug auf die Steuerpolitik empfiehlt der Bericht, dass der Kongress digitale Vermögenswerte als neue Kategorie klassifiziert, die modifizierten Steuerregeln unterliegt, die für Wertpapiere oder Rohstoffe gelten.
Darüber hinaus wird gefordert, dass die Gesetzgebung die Regeln für Wash Sales auf digitale Vermögenswerte ausdehnt, um Investoren daran zu hindern, Steuerverluste auf Wertpapiere geltend zu machen, wenn sie ähnliche Vermögenswerte innerhalb eines bestimmten Zeitraums zurückkaufen.

