CLARITY Act könnte Plattformen daran hindern, wie Banken zu agieren – Belohnungen bleiben jedoch bestehen

Vertreter der Krypto- und Bankbranche trafen sich erneut auf dem Capitol Hill, um den neuesten Gesetzestext zu prüfen, der einen Kompromiss zwischen beiden Gruppen nach monatelangen Diskussionen darstellt.
Die Gespräche setzen die bisherigen Diskussionen darüber fort, ob Krypto-Plattformen ihren Kunden Belohnungen aus ihren Stablecoin-Beständen anbieten dürfen.
Vorgeschlagene Regeln erlauben Belohnungen für Aktivitäten
Die Krypto-Journalistin Eleanor Terrett teilte Details aus der Sitzung über soziale Medien mit und erklärte, dass der neueste Vorschlag Krypto-Plattformen ausdrücklich verbieten würde, ihren Kunden Stablecoin-Belohnungen anzubieten, sei es „direkt oder indirekt“ oder in einer Form, die einem Bankeinlagen ähnelt.
Laut Quellen, die Terrett zitiert, würde die Einschränkung ein branchenweites Verbot darstellen, das für alle Dienstleister digitaler Vermögenswerte und deren Partner gilt. Diese Maßnahme würde potenzielle Schlupflöcher im vorgeschlagenen Gesetz schließen und verhindern, dass diese Plattformen Angebote einführen, die „wirtschaftlich oder funktional“ Zinsen ähneln.
Auf der anderen Seite werden die neuen Regeln belohnungsbasierte Aktivitäten erlauben, die mit der Nutzerbeteiligung verbunden sind, sofern sie nicht als Zinsen betrachtet werden. Dies umfasst Aktivitäten wie Treue-, Werbe- und Abonnementprogramme.
Zusätzlich verlangen die neuen Richtlinien, dass Regulierungsbehörden wie die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und das U.S. Treasury gemeinsam definieren, was als zulässige Belohnungen gilt, und andere Regeln festlegen, um diese durchzusetzen.
Reaktionen der Branche
In ihrem Beitrag teilte die Krypto-Journalistin Rückmeldungen von Branchenvertretern, die den Entwurfstext geprüft hatten.
Ein Teilnehmer wies darauf hin, dass der Inhalt des neuen Vorschlags stark von dem abweicht, was zuvor im Weißen Haus besprochen wurde. Laut ihnen ist der Standard der „wirtschaftlichen Gleichwertigkeit“ ebenfalls sehr vage und könnte den Regulierungsbehörden Raum für eine strenge Auslegung geben.
Die Quelle äußerte auch Bedenken darüber, wie einige Bestimmungen die Art und Weise einschränken könnten, wie Belohnungen an Guthaben oder Transaktionsvolumen gebunden sind. Krypto-Plattformen hätten es dadurch schwerer, Anreizstrukturen zu entwickeln. Insgesamt sei der neue Vorschlag enger und restriktiver.
Ein anderer Branchenvertreter glaubt jedoch, dass der Entwurf größtenteils den Erwartungen entspricht und einen fairen Kompromiss bietet. Er erklärte weiter, dass er weiterhin transaktionsbasierte Belohnungen erlaubt, während er verhindert, dass Stablecoins wie zinsbringende Einlagenkonten funktionieren.
Terretts Quelle glaubt auch, dass das Update das bestmögliche Ergebnis unter den gegebenen Umständen darstellt. Dies liegt daran, dass eine frühere Version, der Tillis-Alsobrooks-Vorschlag, restriktivere Richtlinien auferlegt hätte. Unterdessen hat sie auch enthüllt, dass Bankvertreter den Text in dieser Woche prüfen werden.

