Trump-Eklat vor dem Kongress: Jack Smith verteidigt seine Anklage
Sonderermittler Jack Smith steht erneut im Fokus der amerikanischen Öffentlichkeit: Er wird sich im Januar den Fragen des Rechtsausschusses im Repräsentantenhaus stellen. Anlass ist seine frühere Anklage gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump wegen Wahlbetrugs. Der Ausschussvorsitzende Jim Jordan, ein prominentes Mitglied der Republikaner, hat die Anhörung angekündigt. Im Zentrum der Debatte steht die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe, die Trump mit einer dramatischen Freiheitsstrafe bedroht hätten.
Die Anklage gegen Donald Trump, die Smith im Jahr 2023 in Washington erhob, betrifft die Ereignisse rund um den 6. Januar 2021. An diesem Tag erstürmten Trumps Anhänger das US-Kapitol. Smiths Vorwürfe zählten zu den schwerwiegendsten gegen den ehemaligen Präsidenten und wurden später im Sommer 2024 überarbeitet, nachdem das Oberste Gericht den US-Präsidenten für Amtshandlungen weitreichende Immunität eingeräumt hatte. Nachdem Trump 2024 erneut ins Amt gewählt wurde, ließ man die Anklage schließlich fallen - sehr zum Ärger der politischen Gegenseite.
Die Anhörung trifft auf deutliche politische Fronten. Während die Republikaner, darunter viele von Trumps Verbündeten, die Vorwürfe als politisch motivierte Vendetta betrachten, steht Smith den Demokraten erwartungsgemäß Rede und Antwort. In vorangegangenen, nicht öffentlichen Anhörungen zeigte sich Smith überzeugt davon, dass lediglich Trumps nochmalige Wahl eine Verurteilung wegen der Vorfälle rund um die Wahl 2020 verhinderte.

