Trump drängt Europa zum Stopp russischer Ölimporte
US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Forderung an die europäischen Staaten, den Kauf von russischem Öl zu beenden. Dies solle weiteren Druck auf Präsident Wladimir Putin ausüben, um den Krieg in der Ukraine zu beenden.
In einer Rede in Mount Vernon, Virginia, äußerte Trump seine Verwunderung darüber, dass Europa weiterhin Öl aus Russland bezieht. Besonders aufgebracht zeigte er sich darüber, dass europäische Nationen russisches Öl importieren, während er bemüht ist, Moskau wirtschaftlich zu isolieren.
Obwohl direkte Ölimporte der meisten EU-Länder eingestellt wurden, fließt eine geringe Menge weiterhin nach Osteuropa. Zudem importieren europäische Staaten Diesel aus Indien und der Türkei, wo russisches Öl zu Treibstoff verarbeitet wird. Die EU plant, ab dem nächsten Jahr den Import von Erdölprodukten, die aus russischem Rohöl gewonnen werden, zu verbieten. Darüber hinaus wird ab 2027 ein Einfuhrverbot für verflüssigtes Erdgas aus Russland diskutiert.
Fast alle EU-Mitgliedstaaten haben den Kauf von russischem Seetransport- und Pipeline-Öl eingestellt. Lediglich Ungarn und die Slowakei beziehen Öl über die Druschba-Pipeline. Die EU erwägt Maßnahmen, um diese verbleibenden Lieferungen zu unterbinden, sollten Budapest und Bratislava keine Ausstiegspläne vorlegen.
Laut der Europäischen Kommission machen diese Einkäufe nur noch 3% der EU-Rohölimporte aus, verglichen mit etwa 27% vor dem Krieg in der Ukraine.
Trump forderte Matt Whitaker, den US-Botschafter bei der NATO, auf, den Druck auf Europa weiter zu erhöhen. Er zeigte sich enttäuscht von Präsident Putin und äußerte die Meinung, dass ein Anstieg der Ölpreise den Konflikt beenden könnte.

