Trump bestätigt Teilnahme am NATO-Gipfel in den Niederlanden
US-Präsident Donald Trump wird Ende Juni persönlich beim NATO-Gipfel in Den Haag erwartet, wie Karoline Leavitt, die Sprecherin des Weißen Hauses, bekannt gab. Bislang war die Anwesenheit des Präsidenten ungewiss, da Spannungen über die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten die Beziehungen innerhalb des Bündnisses auf die Probe stellten. Eine Absage Trumps hätte durchaus das Potenzial gehabt, die Dynamik zwischen den Vereinigten Staaten und der NATO erheblich zu gefährden.
Am 24. und 25. Juni treffen sich die führenden Politiker der Allianz, um unter anderem die Verteidigungsbudgets der Mitgliedsländer zu diskutieren. Trump fordert von den Bündnisstaaten eine Erhöhung auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat dieser Forderung eine eigene Perspektive entgegengesetzt: eine Verteilung von 3,5 Prozent auf das Militär und 1,5 Prozent auf Infrastrukturprojekte, die zur Verteidigung nützlich sein könnten, wie etwa Straßen und Häfen.
Die Strategie Trumps, Druck auf seine NATO-Partner auszuüben, reicht bis in seine erste Präsidentschaftsphase (2017 bis 2021) zurück. Damals sprach der Republikaner sogar unverblümt von einem möglichen Rückzug der USA aus dem Bündnis, sollte die Verpflichtung eines Mindestanteils von zwei Prozent des BIP in Verteidigungsausgaben nicht erfüllt werden. Seither schreibt Trump sich das Verdienst zu, genau diese Erhöhungen der Verteidigungseinsätze bei den NATO-Staaten initiiert zu haben.

