Trump-Administration setzt auf fossile Energie und dämpft Dekarbonisierungsfortschritte
Die Trump-Administration hat eine deutliche Kehrtwende in der amerikanischen Energie- und Klimapolitik vollzogen, die möglicherweise das Tempo der Dekarbonisierung in den USA drastisch verlangsamen könnte. Laut der neuen "Taking Stock 2025"-Analyse der Rhodium Group könnte die Entschlossenheit, Wind-, Solar- und Elektromobilität abzulehnen, dazu führen, dass die USA ihre Emissionen weitaus langsamer reduzieren als zuvor erwartet.
Die Klimaschutzgesetze der Obama-Ära werden stückweise zurückgenommen, darunter auch der sogenannte Endangerment-Finding von 2009. Diese Entscheidung des Trump-Teams wird von einigen als Schritt zu "gemeinsamen Sinnes-Politiken" begrüßt. Die kritische Energieinfrastruktur soll verstärkt auf fossile Brennstoffe und Kernenergie setzen, anstelle der bisher stark subventionierten erneuerbaren Energien.
Die Handlung der Regierung sorgt für Unsicherheit im Energiesektor und beeinflusst die Investitionsbereitschaft erheblich. Das "One Big Beautiful Bill Act" könnte die Entwicklung neuer sauberer Energiekapazitäten um bis zu 59% eindämmen und Investitionen in Höhe von über einer halben Billion Dollar gefährden. Trotz eines kurzfristigen Ansturms auf Solarprojekte, um noch auslaufende Steuervorteile zu sichern, verschlechtert sich der langfristige Ausblick für die Branche durch regulatorische Barrieren und Abhängigkeit von China. Windenergie hingegen steht ebenfalls unter Druck: Bestellungen von Turbinen sind deutlich zurückgegangen, was auf eine zunehmend unsichere Marktlage zurückzuführen ist. Die widersprüchlichen Signale der Politik wirken wie eine Bremse auf das Wachstum der erneuerbaren Energien in den USA.

