Trübe Stimmung am Anleihemarkt: Euro-Bund-Future leicht im Minus
Die Entwicklungen am deutschen Anleihemarkt folgten am Mittwoch einem leichten Abwärtstrend. Der bedeutende Euro-Bund-Future verzeichnete einen Rückgang von 0,14 Prozent und notierte am Vormittag bei 130,84 Punkten. Parallel dazu kletterte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,55 Prozent, ohne klare Impulse vonseiten des Marktes.
Ein Blick auf die Preisdynamik bei Importen zeigt, dass die Einfuhrpreise im April um 1,7 Prozent gesunken sind, was die Erwartungen der Ökonomen, die mit einem Rückgang um 1,4 Prozent rechneten, übertraf. Fallende Energiepreise trugen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei, was wiederum potenziell Auswirkungen auf die Verbraucherpreise hat. Diese Preistrends stehen im Zentrum der geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB).
Parallel zu den Entwicklungen im Anleihemarkt bleibt die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt gedämpft. Trotz eines saisonal üblichen Frühjahrsaufschwungs reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im Mai im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig um 12.000 auf 2,919 Millionen. Dieser Bestand liegt 197.000 über dem Vorjahreswert, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. "Der Arbeitsmarkt zeigt nicht die Dynamik, die für eine nachhaltige Erholung notwendig wäre", kommentierte Andrea Nahles, die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur.
Wichtig zu erwähnen bleibt, dass weitere marktbewegende Konjunkturdaten am Mittwoch ausbleiben. Auch der schwelende Zollkonflikt zwischen der EU und den USA verharrt in wartender Spannung, obwohl US-Präsident Donald Trump zuletzt Zuversicht bezüglich eines möglichen Kompromisses äußerte.

