Trotz globaler Themen: Deutsche Indizes weiter in ruhigem Fahrwasser
Die hochkarätige Agenda aus Zinspolitik, Konjunkturindikatoren und hochrangigen geopolitischen Treffen konnte den deutschen Leitindizes am Donnerstag kaum Auftrieb verleihen. Der Dax zeigte sich im Tagesverlauf kaum bewegt und schloss marginal um 0,02 Prozent schwächer bei 24.118,89 Punkten. Auch der MDax, der für mittelgroße Aktiengesellschaften steht, verzeichnete ein leichtes Minus von 0,19 Prozent und endete bei 29.884,31 Zählern.
Interessanterweise verlangsamte sich in Deutschland der Anstieg der Verbraucherpreise. Während die Inflation im Oktober bei 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat lag, waren es im September noch 2,4 Prozent. Allerdings hatten Experten einen geringeren Inflationswert von 2,2 Prozent prognostiziert. Michael Heise, Chefökonom des Vermögensverwalters HQ Trust, äußerte sich skeptisch zu einem möglichen Rückgang unter die 2-Prozent-Marke bis Jahresende.
Die Europäische Zentralbank (EZB) traf, wie von den Marktbeobachtern erwartet, keine Änderungen im Zinssatz. Der Einlagenzins, der insbesondere für Banken und Sparer relevant ist, bleibt bei 2,0 Prozent. Volkswirte der Helaba rechnen mit keiner baldigen Abkehr von der aktuellen geldpolitischen Linie und sehen die Chancen für eine Zinssenkung im Dezember als sehr gering an.

