Trinidad und Tobago im Spannungsfeld: Militärische Kooperation mit den USA eskaliert Krise mit Venezuela

Trinidad und Tobago gewähren den USA logistische Unterstützung, indem sie militärischen Flugzeugen die Nutzung ihrer Flughäfen gestatten. Diese Entscheidung fällt in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen den USA und Venezuela, während der karibische Inselstaat nur wenige Kilometer von der venezolanischen Küste entfernt liegt.
Die Beziehungen zwischen Venezuela und Trinidad und Tobago verschlechterten sich drastisch, nachdem die venezolanische Regierung dem Inselstaat vorwarf, in einen Vorfall verwickelt zu sein, bei dem ein Öltanker vor der venezolanischen Küste, angeblich mit Unterstützung durch die USA, unter Kontrolle gebracht wurde. Details zu diesem Vorfall nannte die Regierung in Caracas nicht. Als Reaktion erklärte Venezuela die Beendigung der Zusammenarbeit im Erdgasbereich mit Trinidad und Tobago.
Das Außenministerium von Trinidad und Tobago bestätigte, dass die USA die Erlaubnis erhalten haben, die Flughäfen für militärische Zwecke wie Nachschub und Personalwechsel zu nutzen. Dieses Entgegenkommen fügt sich in eine Reihe bestehender militärischer Kooperationen ein, einschließlich gemeinsamer Manöver und der Aufstellung eines Radarsystems durch US-Streitkräfte auf der Insel Tobago. Die militärische Präsenz der USA in der Karibik wird durch den Einsatz von Kampfflugzeugen, Kriegsschiffen und Soldaten weiter ausgebaut.
Offiziell rechtfertigt Washington diesen Schritt mit der Bekämpfung von Drogenkartellen. Doch Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sieht darin den Versuch der USA, einen Regimewechsel herbeizuführen und auf die Ölreserven des Landes abzuzielen. Jüngst erlangte die US-Küstenwache Kontrolle über einen Öltanker vor Venezuela. Dieser sei, laut US-Justizministerium, für den Transport von sanktioniertem Öl aus Venezuela und dem Iran verwendet worden.

