Traton: Gedämpfte Prognosen trotz steigender Auftragslage
Der Nutzfahrzeughersteller Traton, ein Tochterunternehmen von Volkswagen, zeigt sich angesichts der herausfordernden Branchenbedingungen weiterhin vorsichtig bei seinen Jahreszielen. Nach Aussage von Unternehmenschef Christian Levin wird bei der bereinigten operativen Marge sowie dem Mittelzufluss im Fahrzeuggeschäft, ohne Berücksichtigung der Finanzdienstleistungen, das untere Ende der prognostizierten Bandbreiten angepeilt.
Ursprünglich hatte Traton seit einer Gewinnwarnung im Juli eine operative Marge zwischen 6,0 und 7,0 Prozent und einen Netto-Cashflow im Fahrzeugbereich von 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro avisiert. Trotz dieser durchwachsenen Aussichten konnte der Auftragseingang im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 202.111 Fahrzeuge gesteigert werden.
Der Umsatz des Unternehmens, das die Marken Scania, MAN, International sowie die südamerikanische VW Truck & Bus umfasst, gab in den ersten neun Monaten um 8 Prozent auf 32,3 Milliarden Euro nach. Das bereinigte operative Ergebnis fiel sogar um mehr als ein Drittel auf 2,04 Milliarden Euro, was einen Rückgang der entsprechenden Marge um 3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent zur Folge hatte. Grund für die schwierige Lage seien unter anderem eine schlechtere Auslastung, ungünstige Währungseffekte und gestiegene Zölle. Zudem investiert Traton derzeit erheblich in ein neues Scania-Werk in China.

