Transparenz in der Medienpolitik: Wolfram Weimer und die Weimer Media Group im Fokus
Der Medienstaatsminister Wolfram Weimer sieht sich aktuell mit Vorwürfen zu seiner Beteiligung an der Weimer Media Group konfrontiert. Laut einer Sprecherin des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien ist es zutreffend, dass Weimer seit 2012 zusammen mit seiner Ehefrau zu jeweils 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligt ist, jedoch ohne satzungsmäßige Sonderrechte. Alle Stimmrechte werden von seiner Frau ausgeübt. Eine Woche vor Antritt seines Amtes legte Weimer die Geschäftsführung nieder, die Handelsregistereintragung erfolgte kurze Zeit später.
Die gemeinnützige Organisation LobbyControl erhebt den Vorwurf eines potenziellen Interessenkonflikts zwischen Weimers Positionen als Medienunternehmer und Staatsminister. Sprecher Timo Lange kritisierte die späte Aufdeckung von Weimers fortdauerndem Einfluss auf das Medienunternehmen durch journalistische Nachforschungen und nicht durch transparente Kommunikation des Ministers selbst.
Auch aus der politischen Opposition, insbesondere von der Linksfraktion im Bundestag, gibt es kritische Stimmen. David Schliesing, der medienpolitische Sprecher, fordert eine sofortige und vollständige Veräußerung von Weimers Anteilen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Er betont, dass es problematisch sei, wenn der Minister an einem Unternehmen beteiligt ist, das potenziell von seiner politischen Arbeit profitieren könnte.
Die Weimer Media Group entgegnete, dass Weimer bereits vor seiner Ernennung zum Staatsminister vollständig ausgeschieden sei und dass seitdem Christiane Goetz-Weimer die alleinige Geschäftsführung innehat. Das Medienunternehmen, das Weimer zusammen mit seiner Frau gründete, umfasst mehrere Magazines wie 'The European', 'Wirtschaftskurier', 'Markt und Mittelstand' sowie das Satiremagazin 'Pardon'.

