Toyota senkt Gewinnprognose drastisch aufgrund von US-Zöllen
Der japanische Automobilriese Toyota hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der US-Importzölle auf japanische Fahrzeuge deutlich reduziert. Erwartete der Konzern zuvor noch ein operatives Ergebnis von 3,8 Billionen Yen, rechnet er nun mit einem Rückgang auf 3,2 Billionen Yen. Diese Reduktion bedeutet einen Rückgang des prognostizierten Gewinns aus dem Tagesgeschäft von über 22 Milliarden Euro auf etwa 18,7 Milliarden Euro. Besonders ins Gewicht fallen dabei die geschätzten Kosten der US-Zölle von rund 1,4 Billionen Yen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres erwirtschaftete Toyota im Tagesgeschäft einen Gewinn von 1,17 Billionen Yen, was einem Rückgang von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während Analysten einen stärkeren Rückgang erwartet hatten, trugen die US-Zölle in diesem Zeitraum dennoch beachtliche 450 Milliarden Yen an zusätzlichen Kosten bei. Interessanterweise verbuchte Toyota in Nordamerika wegen dieser Belastungen einen operativen Verlust. Gleichwohl konnte Toyota im abgelaufenen Quartal weltweit 2,4 Millionen Fahrzeuge absetzen, was einem Anstieg von über sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies spiegelte sich auch in einem Umsatzwachstum von 3,5 Prozent auf 12,3 Billionen Yen wider. Trotz eines Rückgangs des Nettogewinns um mehr als ein Drittel auf 841 Milliarden Yen bleibt Toyota ambitioniert und hält an seinem Ziel fest, in diesem Jahr weltweit rund 9,8 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen. In Nordamerika erwartet Toyota sogar leicht steigende Absatzzahlen. Insgesamt, einschließlich Partnerschaften in China, plant der Konzern eine Auslieferung von etwa 11,2 Millionen Fahrzeugen an Endkunden.

