Toyota im Fokus: Große Fragen bei der Generalversammlung
Der Vorsitzende von Toyota Motor, Akio Toyoda, steht vor einer kritischen Fragerunde bei der bevorstehenden Jahresversammlung des japanischen Automobilherstellers. Im Zentrum steht das umstrittene Privatisierungsangebot im Wert von 33 Milliarden US-Dollar für den wichtigen Zulieferer Toyota Industries. Aktionäre zeigen sich besorgt, insbesondere im Hinblick auf Minderheitsaktionäre.
In der Jahresversammlung, die um 10 Uhr Ortszeit beginnt, wird Toyoda das erste Mal seit drei Jahren nicht von einem Aktionärsberater bezüglich seiner Wiederwahl herausgefordert. Doch die Debatten rund um die Unternehmensführung bleiben offen, besonders nach der turbulenten Sitzung von Toyota Industries, wo zahlreiche Aktionäre das Übernahmeangebot als unfair empfanden.
Die komplexe Transaktion zur Privatisierung soll durch die Gründung eines neuen Holdingunternehmens realisiert werden, an dem unter anderem Toyota Fudosan und Akio Toyoda selbst beteiligt sind. Toyota Motor wird dabei nicht stimmberechtigte Vorzugsaktien im Wert von 700 Milliarden Yen erwerben. Die Sitzung von Toyota Industries am Dienstag, bei der diese Pläne thematisiert wurden, brach mit fast zwei Stunden Dauer alle bisherigen Rekorde.
Trotz Bedenken haben prominente Stimmrechtsberater wie Glass Lewis und ISS ihre Unterstützung für Toyoda signalisiert, nachdem sie in den letzten Jahren Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung geäußert hatten. Die Unterstützung für Toyoda sank in den letzten Jahren, doch seine Wiederwahl zum Vorstand mit 72% im Jahr 2024 war nochmals ein Schlaglicht darauf.
Toyota Industries, das ursprünglich für die Herstellung automatischer Webstühle gegründet wurde, avancierte über die Jahrzehnte zu einem wichtigen Akteur innerhalb der Toyota-Gruppe, aus der schließlich der Automobilgigant Toyota Motor hervorging.

