Tourismusverband drängt auf Maßnahmen gegen Fachkräftemangel: Nationale Anwerbeoffensive gefordert
Der Deutsche Tourismusverband (DTV) hat angesichts des immer spürbareren Fachkräftemangels in der Tourismusbranche eine umfassende Anwerbeoffensive ins Gespräch gebracht. Zentral ist hierbei die Forderung nach einer Vereinfachung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, um die Integration ausländischer Arbeitskräfte zu erleichtern. Ziel ist es, durch eine nationale Kampagne sowohl nationale als auch internationale Fachkräfte zu motivieren, sich in Deutschland zu engagieren.
Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl hat der Verband weitere Forderungen formuliert: Bürokratieabbau, flexibel gestaltbare Arbeitszeiten und vereinfachte Visa-Prozeduren stehen hierbei im Vordergrund. Ernsthafte Hürden behindern mittlerweile das Wachstumspotential des Tourismusstandortes Deutschland, warnte DTV-Präsident Reinhard Meyer eindringlich.
Meyer betonte, dass die Bundespolitik den Tourismus in Deutschland aus der peripheren Wahrnehmung in den zentralen Fokus rücken müsse. Der Tourismus sei im 21. Jahrhundert eine tragende Säule der Wirtschaft und müsse dementsprechend behandelt werden. Attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten seien die Folge einer wettbewerbsfähigen Branche. Laut DTV sind derzeit rund 2,8 Millionen Menschen in diesem Wirtschaftszweig tätig. Der Deutschlandtourismus stellt laut Angaben des Verbands mit einer direkten Bruttowertschöpfung von 123,8 Milliarden Euro einen unerlässlichen Wirtschaftsfaktor dar.

