Thyssenkrupp: Trotz Einigung im Tarifstreit – Aktie im Rückwärtstrend
Die Aktien von Thyssenkrupp haben trotz eines kürzlich geschlossenen Tarifvertrags für den Stahlbereich einen Rückschlag erlitten. Am Montag verzeichnete der Industrietitel im MDax einen Rückgang von 1,9 Prozent. Dennoch bleibt der Jahresverlauf insgesamt positiv, mit einem bemerkenswerten Anstieg von über 182 Prozent seit Januar.
Ein wesentlicher Treiber der Kursdynamik war die maritime Sparte des Konzerns, die vom globalen Aufschwung im Rüstungssektor erheblich profitiert. Die Aktionäre werden im August darüber abstimmen, ob das U-Boot-Geschäft künftig als eigenständiges Unternehmen agieren soll.
Unterdessen steht im Stahlbereich eine umfassende Restrukturierung bevor, die voraussichtlich mit finanziellen Einbußen für die Belegschaft verbunden sein wird. Konkrete Pläne zum Stellenabbau wurden präzisiert, jedoch wird Thyssenkrupp bestrebt sein, betriebsbedingte Entlassungen zu vermeiden.
Ein Marktanalyst lobte die Tarifvereinbarung als positiv, kritisierte jedoch das langsame Tempo des Sanierungsprozesses.

