Thyssenkrupp Marine Systems fährt mit Großauftrag aus Singapur auf Erfolgswelle
Der U-Boot-Bauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) aus Kiel erweitert seinen Auftragspool um zwei weitere U-Boote des Typs 218SG für Singapur. Diese Auftragsvergabe ist Teil eines bereits beeindruckenden Rekordauftragsbuchs, das sich aktuell auf rund 16 Milliarden Euro beläuft. Trotz der hohen Auslastung des Unternehmens, die bis in die 2040er Jahre reicht, können die U-Boote innerhalb der bestehenden Kapazitäten in Deutschland gefertigt werden.
Bereits zuvor hatte der wohlhabende Stadtstaat Singapur vier U-Boote der Invincible-Klasse bei TKMS bestellt und in Kiel in Auftrag gegeben. Diese U-Boote, die Ende letzten Jahres in Anwesenheit von Olaf Scholz und dem ehemaligen Premier Lee Hsien Loong feierlich getauft wurden, sind beeindruckende 70 Meter lang und zählen zu den größten deutschen U-Booten seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie zeichnen sich durch einen innovativen außenluftunabhängigen Brennstoffzellen-Antrieb aus und sind für eine Besatzung von 28 Personen ausgelegt.
TKMS sieht in dieser neusten Erweiterung des Auftragsbuchs eine Bestätigung ihrer Marktstellung. Im Dezember stimmte der Haushaltsausschuss des Bundestags dem Bau von vier neuen U-Booten der modernen Klasse 212CD für die Deutsche Marine zu, ein Projekt im Wert von 4,7 Milliarden Euro. Auch Norwegen hat laut früherer Angaben von TKMS Interesse an einer Aufstockung ihrer U-Boot-Flotte signalisiert, was zusätzliche Wachstumsperspektiven für das Unternehmen eröffnet.

