Thüringens BSW setzt auf Inhalte: Weg zur Stabilität

In der dynamischen politischen Landschaft Deutschlands ruft Katja Wolf, Co-Vorsitzende des BSW in Thüringen, ihre Partei dazu auf, im kommenden Jahr stärker den Fokus auf inhaltliche Themen wie soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft zu legen. Diese Schwerpunkte sollen tiefergehend ausgearbeitet werden, um insbesondere die Anliegen der schuftenden Mittelschicht zu adressieren. Steuergerechtigkeit und gleiche Bildungschancen stehen hierbei ganz oben auf der Agenda.
Auch die Frage nach einer soliden Parteiorganisation kommt nicht zu kurz. Kreisverbände und Arbeitsgruppen sollen gestärkt werden, um innerparteiliches Chaos und Richtungsstreitigkeiten zu vermeiden. Nach einem bewegten Jahr, in dem das BSW den Einzug in den Bundestag knapp verfehlte und immer wieder mit internen Konflikten kämpfte, bleibt die Partei optimistisch.
Bürde für die BSW bleibt das Dauergerangel mit den Landesverbänden. Besonders in Brandenburg, wo vor kurzem vier Abgeordnete ausscherten, bebt die Regierungskonstellation. Zwei kehrten zurück, aber die Unruhe ist spürbar. In Sachsen-Anhalt sorgte ein Richtungsstreit für personelle Konsequenzen im Landesvorstand.
Ein markanter Wendepunkt war die überraschende Bekanntgabe von Parteigründerin Sahra Wagenknecht, sich aus der Parteispitze zurückzuziehen. Die darauffolgende Wahl eines neuen Bundesvorstands und die geplante Namensänderung des Bündnisses auf „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ im Herbst 2026 markieren den Auftakt zu einem neuen Kapitel.
Wolf betont die Notwendigkeit für ergebnisorientierte Kommunikation und hofft auf konstruktiven Dialog innerhalb der Partei. Der Kontakt mit dem neuen Generalsekretär und Vorstand besteht bereits, um das Ziel einer kooperativen Zusammenarbeit nachdrücklich zu verfolgen.

