Thorsten Schmiege bleibt im Medienüberblick: Zweite Amtszeit als BLM-Präsident gesichert
Thorsten Schmiege, einer der einflussreichsten Medienregulatoren Deutschlands, hat das Vertrauen des Medienrats der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) für fünf weitere Jahre als Präsident gewonnen. Der jüngst wiedergewählte 51-jährige Jurist wird zudem ab dem nächsten Jahr den Vorsitz der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) übernehmen und somit maßgeblich die Zukunft privater Rundfunk- und Streaminganbieter gestalten.
In einer Zeit, in der die mediale Landschaft im Umbruch ist, plädiert Schmiege für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern. Sein eindringlicher Appell bedient sich des Prinzips 'Kooperation statt Konfrontation'. Diese Haltung, die Schmiege gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in München betonte, entwickelt sich ihrer Meinung nach von einem optionalen Ansatz zu einer notwendigen Strategie.
Mit 38 von 40 Stimmen und ohne Gegenkandidaten sprach der Medienrat Schmiege sein volles Vertrauen aus. Diese Wiederwahl verleiht der bayerischen Medienaufsicht Stabilität, bevor Schmieges zweite Amtszeit im Herbst 2026 beginnt und sich bis ins nächste Jahrzehnt erstreckt.
In der Vergangenheit war Schmiege in der Bayerischen Staatskanzlei tätig, bevor er 2019 zur BLM wechselte. Der in Nordrhein-Westfalen geborene Medienprofi lebt und arbeitet seit über 30 Jahren in Bayern. Der BLM-Medienrat, der aus 50 Vertretern der Gesellschaft besteht, hat neben der Wahl des Präsidenten auch die Aufgabe, private Rundfunkangebote zu prüfen, Fördergelder zu bewilligen und die Einhaltung von Programmgrundsätzen zu überwachen.

