The Blood of Dawnwalker: Rufsystem erklärt – Risiko, Hunger, Allianzen im düsteren Open World Action-RPG
In einer Landschaft von Open-World-Spielen, die oft mit generischen Quests und leblosen Welten gefüllt sind, schickt sich das Studio Rebel Wolves, gegründet von ehemaligen Veteranen von CD Projekt RED, an, einen neuen, düsteren Pfad zu beschreiten. Ihr kommendes Action-RPG The Blood of Dawnwalker verspricht weit mehr zu sein als nur ein weiteres mittelalterliches Abenteuer. Es wirft uns in die zerrissene Seele von Coen, einem Protagonisten, der zwischen seiner Menschlichkeit und dem unersättlichen Fluch des Vampirismus gefangen ist. In einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit muss er seine Familie retten. Doch das wirklich Faszinierende an diesem ambitionierten Projekt ist nicht allein die Prämisse, sondern ein ausgeklügeltes System, das im Verborgenen wirkt und jede deiner Handlungen mit einem unberechenbaren Echo beantwortet: das Ruf-System.
Der Preis des Widerstands
Während du als Coen durch das Tal streifst, um die finsteren Pläne des Antagonisten Brencis zu durchkreuzen, beobachtet die Welt jeden deiner Schritte. Creative Director Mateusz Tomaszkiewicz enthüllte in einem Gespräch mit IGN, dass Widerstand einen hohen Preis hat. Jeder Schlag gegen Brencis‘ Schergen steigert deine Bekanntheit und ruft unweigerlich den Zorn des Despoten hervor. Dieser bleibt nämlich nicht passiv, sondern reagiert mit drakonischen Edikten, die dir das Überleben erheblich erschweren. Plötzlich patrouillieren mehr Soldaten auf den Straßen, die einst sicheren Wege werden zu Spießrutenläufen und eine strenge Ausgangssperre macht die nächtliche Jagd nach Blut zu einem lebensgefährlichen Unterfangen. Das Spiel bestraft deinen Heldenmut nicht direkt, sondern lässt die Welt auf eine glaubwürdige und immersive Weise zurückschlagen, was deine Progression zu einem ständigen Drahtseilakt macht.
Wenn Furcht zur Waffe wird
Die Auswirkungen deiner wachsenden Berühmtheit beschränken sich jedoch nicht allein auf die Schergen des Bösen. Auch die einfache Bevölkerung des Tals nimmt deine Taten wahr und reagiert darauf – oft mit Furcht. Was zunächst wie ein Nachteil klingen mag, kann sich in bestimmten Situationen als unerwarteter Vorteil erweisen. Ein furchteinflößender Ruf kann Türen öffnen, die einem strahlenden Helden verschlossen blieben, und in manchen Quest-Szenarien zu gänzlich neuen Lösungswegen führen. Darüber hinaus existieren im Tal Fraktionen, die Brencis‘ Tyrannei ebenfalls ein Dorn im Auge ist.
Indem du deinen Ruf steigerst und dich als unerbittlicher Feind des Regimes etablierst, kannst du dir den Respekt und die Gunst dieser Gruppierungen verdienen. Es entsteht ein komplexes soziales Geflecht, in dem dein Ruf zu deiner schärfsten Waffe oder deinem größten Hindernis werden kann. Ob du tief in dieses Netz aus Konsequenzen eintauchst oder den direkten Weg zum Ziel suchst, überlässt das Spiel ganz dir. Genau diese Freiheit, gepaart mit der unbestreitbaren Expertise des Entwicklerteams, lässt die Erwartungen an The Blood of Dawnwalker ins Unermessliche steigen.


