Tesla legt Elon Musk ein mögliches Vergütungspaket von 1 Bio. Dollar vor
Tesla hat seinem Vorstandschef Elon Musk ein neues Vergütungspaket in Aussicht gestellt, das in seiner Dimension alles Bisherige übertrifft: Bis zu 1 Billion Dollar könnte der 53-Jährige über die kommenden zehn Jahre erhalten – vorausgesetzt, er erreicht eine Reihe extrem ambitionierter Ziele.
Das Paket sieht keinerlei Grundgehalt oder Bonus vor, sondern ausschließlich die Zuteilung von Aktien in Tranchen. Jede Ausschüttung erfordert die gleichzeitige Erfüllung von Marktwert- und Ertragszielen. Die erste Hürde liegt bei einer Verdoppelung der Marktkapitalisierung von derzeit 1,09 Bio. Dollar auf 2 Bio. Dollar. Danach steigen die Stufen in Intervallen von 500 Mrd. bis hin zu 8,5 Bio. Dollar – mehr als das Doppelte des aktuellen Börsenwerts von Nvidia.
Parallel dazu muss Tesla operative Kennzahlen in bislang unerreichte Dimensionen steigern: 12 Millionen zusätzliche Elektrofahrzeuge, 10 Millionen autonome Fahrabonnements, eine Million Robotaxis im Einsatz und eine Million verkaufte humanoide Roboter. Zudem müsste das Unternehmen seinen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 16,6 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr auf bis zu 400 Mrd. Dollar vergrößern.
Die Dimension der Ziele verdeutlicht die Tragweite des Plans: Sollte Musk scheitern, ginge er leer aus. Gelingt es, könnte er bis zu 423 Millionen Tesla-Aktien erhalten – ein Anteil, der seine Kontrolle von aktuell 16 auf bis zu 32 Prozent erhöhen würde, bevor Steuern und Verwässerung greifen.
Das Modell erinnert an das 2018 aufgelegte Vergütungspaket, das Musk durch einen Sprung von 59 Mrd. auf über 650 Mrd. Dollar Unternehmenswert die größte Auszahlung der Managergeschichte einbrachte. Dieses Paket wurde jedoch vergangenes Jahr von einem Gericht in Delaware als überdimensioniert und zu eng mit dem Vorstand abgestimmt annulliert. Tesla hat Berufung eingelegt und verlegte seine rechtliche Heimat inzwischen nach Texas.
Für Musk geht es dabei nicht nur um Geld. Er argumentiert, dass er mindestens 20 Prozent der Stimmrechte benötige, um Tesla vor aktivistischen Investoren oder feindlichen Übernahmen zu schützen – gerade in einer Phase, in der das Unternehmen massiv in Künstliche Intelligenz und Robotik investiert.
Die Aktionäre werden am 6. November in Austin über den Vorschlag abstimmen. Wird er angenommen, kommen zu den bestehenden 3,2 Milliarden Aktien weitere 423 Millionen hinzu.


