Tesla bittet Aktionäre zu den Urnen: Musks Zukunft verlangt Zustimmung
Der amerikanische E-Auto-Pionier Tesla erhöht den Druck auf seine Aktionäre, kommende Woche ein bahnbrechendes Entlohnungspaket für den umtriebigen CEO Elon Musk zu akzeptieren. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Robyn Denholm, warnte, dass Musk sich von seinem Posten verabschieden könnte, sollte der Plan nicht genehmigt werden. Das zur Abstimmung stehende Paket könnte beträchtliche Ausmaße annehmen, nämlich eine Billion Dollar – vorausgesetzt der Autobauer steigert seinen Börsenwert innerhalb einer Dekade auf das Fünfeinhalbfache des derzeitigen Wertes.
Teil der Bedingungen für das Paket ist, dass Musk das Unternehmen das gesamte Jahrzehnt über führt und revolutionäre Projekte wie eine Million Robotaxis und eine Million KI-Roboter realisiert. In einem Interview mit CNBC hob Denholm hervor, dass Musk leer ausgehen würde, sollte Tesla die gesetzten Ziele verfehlen. Doch Musk hat nicht bloß monetäre Interessen: Vielmehr sei es ihm ein Anliegen, seinen Anteil auf 25 Prozent zu erhöhen, um seinen Einfluss in der Firma zu sichern.
Denholm vertrat die Ansicht, der Vergütungsplan sei aus Sicht des Verwaltungsrates Anreiz genug, um Musks Aufmerksamkeit zu binden. Sie äußerte Bedenken, dass ohne die Zustimmung zu diesem Plan Tesla ohne Musks „Zeit, Talent und Vision“ dastehen könnte. Dies birgt das Risiko eines signifikanten Wertverlustes an der Börse, da die Firma ohne Musk möglicherweise ihre transformative Kraft verliert. In der jüngeren Vergangenheit hatte Tesla mit rückläufigen Absatzzahlen zu kämpfen.
Musk selbst sieht die Zukunft des Unternehmens in fortschrittlichen Technologien wie Robotaxis und humanoiden Robotern. Ihm zufolge könnten diese Innovationen künftig rund 80 Prozent des Unternehmenswertes ausmachen. Das vorgeschlagene Paket enthält jedoch hohe Hürden: Musk könnte bis zu 423 Millionen Tesla-Aktien erwerben, deren Freigabe meist an Schritte von 500 Milliarden Dollar beim Börsenwert gekoppelt ist. Dazu gehören auch ehrgeizige geschäftliche Herausforderungen, wie die Auslieferung von 20 Millionen Fahrzeugen und das Erreichen eines Börsenwerts von zwei Billionen Dollar, sowie die noch größere Hürde von 400 Milliarden Dollar beim bereinigten Gewinn zu überwinden.

