Technologischer Durchbruch: Chinesisches Startup MiniMax präsentiert fortschrittliche KI-Modelle
Chinesische Unternehmen setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz und fordern die etablierten Größen der Branche heraus. Jüngst hat das von Alibaba und Tencent unterstützte Startup MiniMax drei neue Modelle vorgestellt, die im Vergleich zu Systemen führender US-amerikanischer KI-Unternehmen, wie OpenAI, wettbewerbsfähig sein sollen.
MiniMax hat beeindruckende 850 Millionen US-Dollar an Wagniskapital eingesammelt und wird mit über 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Die drei neu eingeführten Modelle tragen die Namen MiniMax-Text-01, MiniMax-VL-01 und T2A-01-HD. Während MiniMax-Text-01 ein reines Textmodell ist, versteht MiniMax-VL-01 sowohl Bilder als auch Texte.
T2A-01-HD hingegen ist auf die Generierung von Audio spezialisiert. Besonders die Leistung von MiniMax-Text-01 ist bemerkenswert: Das Modell besteht aus 456 Milliarden Parametern und übertrifft bei Benchmarks wie MATH und SimpleQA Modelle wie Googles Gemini 2.0 Flash.
MiniMax-VL-01 konkurriert mit Modellen wie Claude 3.5 Sonnet von Anthropic, obwohl es nicht alle Tests so souverän meistert. Auch GPT-4o von OpenAI und Llama 3.1 von Meta schneiden in einigen Bereichen besser ab.
T2A-01-HD beeindruckt durch seine Fähigkeit, in 17 Sprachen synthetische Stimmen zu erzeugen und mit nur 10 Sekunden Audioaufnahme Stimmen zu klonen. Obwohl MiniMax keine direkten Benchmark-Ergebnisse mit anderen Audiomodellen veröffentlichte, ist dessen Leistung, laut interner Einschätzung, mit der von Modellen von Meta und PlayAI vergleichbar.
Die Modelle sind auf Plattformen wie GitHub und Hugging Face zugänglich, wobei T2A-01-HD exklusiv über die API und Hailuo AI-Plattform von MiniMax bereitsteht. Doch obwohl sie als 'offen' deklariert sind, bleiben einige Einschränkungen hinsichtlich der Nutzung bestehen.
So sind sie nicht vollständig quelloffen und unterliegen restriktiven Lizenzbedingungen. Kritische Stimmen wurden laut, da Produkte wie die App Talkie, die unter anderem Avatare bekannter Persönlichkeiten ohne deren Zustimmung nutzt, für Kontroversen sorgen.
Auch Klagen wie die von iQiyi, die unrechtmäßiges Training mit urheberrechtlich geschütztem Material vorwerfen, werfen Fragen auf. Bemerkenswert ist der Kontext der Veröffentlichung: Zeitgleich plant die scheidende Biden-Administration neue Exportbeschränkungen für AI-Technologien nach China, was die Wettbewerbsbedingungen für chinesische Technologieunternehmen weiter verschärfen könnte.

