Technologieschwergewichte belasten US-Aktienmärkte: Spektakulärer Rückschritt
Der US-amerikanische Börsenmarkt hat zur Wochenmitte seine Talfahrt fortgesetzt, mit Technologieaktien an der Spitze der verlierenden Werte. Zittern mussten vor allem einige Bankaktien, die nach der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen keine Begeisterung unter den Anlegern verbreiten konnten. Die Entwicklung der US-Erzeugerpreise, die im November stärker gestiegen sind als erwartet, lastete zudem leicht auf den Börsen. Erfreulich hingegen: Der Einzelhandelsumsatz lag im November über den Erwartungen.
Der Dow Jones Industrial verzeichnete ein Minus von 0,4 Prozent und erreichte 49.016 Punkte, nachdem er bereits am Vortag um 0,8 Prozent gefallen war. Ebenfalls betroffen war die Technologiebörse Nasdaq, deren Nasdaq 100 am Mittwoch 1,5 Prozent auf 25.347 Punkte einbüßte.
Der S&P 500 sank um 0,9 Prozent auf 6.903 Punkte, wobei die "Magnificent 7", die repräsentativen sieben Technologieriesen der USA, die Talfahrt mit Verlusten zwischen 0,5 und 2,5 Prozent anführten. Interessanterweise verzeichnete fast die Hälfte der im Index gelisteten Werte Gewinne. Das Jahr 2026 begann mit einem deutlichen Trendwechsel: Große Technologiewerte wurden zugunsten kleinerer Aktien verkauft.
Die jüngsten Geschäftszahlen der Großbanken wie Citigroup, Bank of America und Wells Fargo hinterließen bei den Anlegern einen faden Beigeschmack. Der Gewinn der Citigroup litt unter der Abspaltung des Russland-Geschäfts, während Wells Fargo mit enttäuschenden Zahlen zu Zinsüberschuss und Gewinn aufwartete. Obwohl die Bank of America positive Zahlen präsentierte, fiel sie dem allgemeinen Abwärtstrend zum Opfer. Die Aktienkurse von Citigroup und Wells Fargo verloren zuletzt 3,7 bzw. 4,7 Prozent.
Abseits des Abwärtstrends konnte der Mischkonzern Honeywell einen positiven Akzent setzen, indem seine Aktien um 0,8 Prozent zulegten. Das zu Honeywell gehörende Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum plant bald an die Börse zu gehen, was auf seinem Post-Money-Bewertungswert von knapp 11 Milliarden US-Dollar fußt.
Ein drastischer Rückgang wurde auch bei den Aktien von Biogen beobachtet, die um 4,6 Prozent fielen. Biogen prognostizierte für das vierte Quartal Vorsteuerverluste, die durch diverse Forschungs- und Entwicklungskosten entstehen.
Rivian, Hersteller von Elektrofahrzeugen, sah sich einem Kursrutsch von 9,0 Prozent gegenüber. Die Großbank UBS stufte die Aktien von "Neutral" auf "Sell" herab, da das Risiko-Ertrags-Verhältnis aus ihrer Sicht nicht mehr attraktiv erschien.

