Technologieaktien treiben S&P 500 über magische Grenze
Die amerikanischen Börsen erlebten zur Wochenmitte einen spannenden Höhenflug, angeführt von robusten Gewinnen im Technologiesektor. Der marktbreite S&P 500 kletterte erstmals jenseits der psychologisch bedeutsamen 7.000-Punkte-Marke, wobei er zuletzt um 0,18 Prozent auf 6.991 Punkte kam. Zugleich verzeichnete der technologielastige Nasdaq 100 ein Plus von 0,66 Prozent und näherte sich seinem bisherigen Höchststand vom Oktober 2025, während der Dow Jones Industrial sich mit 48.979 Punkten verhalten zeigte und leicht unter seinem Vortagesniveau verharrte.
Investorinnen und Investoren scheinen den großen Technologiekonzernen Microsoft, Meta und Tesla im Vorfeld der nach Börsenschluss erwarteten Quartalszahlen Vorschusslorbeeren zu geben, obwohl deren Aktienkurse am Mittwoch zunächst stagnieren. Besonders gefragt waren Halbleiterunternehmen nach überzeugenden Ergebnissen und optimistischen Prognosen von Texas Instruments, dem niederländischen Chipindustrie-Ausrüster ASML und dem südkoreanischen Chiphersteller SK Hynix. Laut Claudia Panseri von UBS Wealth Management ist das Ende der Tech-Rally wohl noch nicht in Sicht.
Texas Instruments verzeichnete Kursgewinne von über 7 Prozent, was auf eine Erholung der Chipnachfrage für industrielle Anwendungen und die Automobilindustrie zurückzuführen ist. Auch die Papiere von Micron setzten ihre beeindruckende Rekordrally fort und stiegen um fast 4 Prozent, während Intel mit einem Anstieg von rund 9 Prozent glänzte.
In den späten Abendstunden europäischer Zeit liegt das Augenmerk der Marktteilnehmer nicht nur auf den Quartalszahlen der US-Unternehmen, sondern auch auf der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Es wird allgemein erwartet, dass die Leitzinsen vorerst unverändert bleiben. Die Unabhängigkeit der Notenbank steht ebenfalls unter Spannung, da es rechtliche Schritte gegen Fed-Chef Jerome Powell gibt, dessen Amtszeit im Mai endet. US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik verstärkt und plant, einen neuen Notenbankchef zu nominieren, der Zinssenkungen unterstützt. Kandidaten sind Rick Rieder von Blackrock, der ehemalige Notenbanker Kevin Warsh und Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett.
Ansonsten verzeichnete der Telekomriese AT&T einen Kursanstieg von 4 Prozent, was auf positive Umsatz- und Ergebniszahlen zurückzuführen ist. Demgegenüber enttäuschte GE Vernova trotz starker Auftragsbücher mit seinen Ergebnissen und erlebte einen leichten Kursrückgang von 0,7 Prozent. Danaher gab um etwa 2 Prozent nach, da die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hinter den Erwartungen zurückblieb.

