Technologieaktien im Aufwind, während Fed-Entscheidung im Fokus steht
Mittwoch verspricht ein divergierendes Börsengeschehen an den US-Märkten. Der Dow Jones Industrial wird vom Broker IG leicht im Minus bei 48.986 Punkten prognostiziert, beeinträchtigt vom Kurssturz der UnitedHealth, einem der Schwergewichte im Index. Im Gegensatz dazu zeigt der Nasdaq 100 Stärke. Mit einem Zugewinn von 0,8 Prozent bei 26.152 Punkten nähert er sich weiter seinem Rekordhoch von Ende Oktober. Die Investoren hoffen auf positive Geschäftszahlen der Tech-Giganten Microsoft, Meta und Tesla, die nach Handelsschluss erwartet werden. Laut Claudia Panseri von UBS Wealth Management könnte die Tech-Rally noch weiter anhalten.
Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der Fed um 20:00 Uhr MEZ rücken Unternehmenszahlen in den Vordergrund. Die Stabilität der US-Zinsen gilt als nahezu sicher am Markt, während ein Konflikt um die Unabhängigkeit der Notenbank eskaliert. US-Präsident Donald Trump strebt die Ernennung eines neuen Fed-Chefs an, der Zinssenkungen befürwortet – ein Schritt, der die Wirtschaftspolitik beträchtlich beeinflussen könnte. Medien berichten über mögliche Nachfolger wie Rick Rieder und Kevin Warsh, während Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett wohl im Weißen Haus verbleiben soll.
Der Telekommunikationskonzern AT&T zeigt vorbörslich eine Erholung mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent, trotz jüngst enttäuschender Mobilfunk-Neukundenzahlen. Die Anleger reagieren positiv auf die unerwarteten Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis sowie den Erfolg mit neuen Internet-Glasfaseranschlüssen.
Bei Texas Instruments sorgt ein robuster Ausblick für ein beachtliches Kursplus von 7,4 Prozent. Die steigende Nachfrage nach Chips in der Industrie und Automobilbranche belebt die Aktie. Auch Halbleiterunternehmen wie Micron, Lam Research, KLA und ASML profitieren von einem Auftragsboom in der Chipindustrie, begünstigt durch erfreuliche Nachrichten von SK Hynix.
GE Vernova erlebt hingegen eine Schwächephase, trotz der umfangreichen Auftragslage und hohen Nachfrage im Energiesektor, was zuletzt zu einem Kursrückgang von 2,2 Prozent führt. Bei Danaher türkisieren Gewinnmitnahmen den Kursrückgang um 2,4 Prozent, trotz überzeugender Zahlen.

