Technologie im Rückwärtsgang: Nasdaq vermehrt Verluste – Dow bewahrt Haltung
Zu Beginn der Woche setzte die Nasdaq-Börse ihren Abwärtstrend fort, der schon am vergangenen Freitag begann. Während die überwiegend mit Technologiewerten bestückte Börse ihre Verluste ausweitete, hielt sich der Dow Jones Industrial, der insbesondere Titel aus traditionellen Industrien umfasst, stabil und blieb somit von den Schwankungen weitgehend unberührt.
Das Börsenparkett bleibt von Unsicherheit geprägt, da Investoren befürchten, dass Aktien im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) überbewertet sind. Dies führt dazu, dass viele Anleger ihre Positionen neu kalibrieren und Gewinne realisieren. Kurz vor Jahresende findet daher ein Umschichten von Technologieaktien zu bewährten Standardwerten statt.
Der Dow schloss mit einem leichten Minus von 0,09 Prozent bei 48.416,56 Punkten ab. Noch am Freitag konnte er ein neues Rekordhoch verzeichnen und hatte in der vergangenen Woche insgesamt etwa ein Prozent zugelegt. Der technologielastige Nasdaq 100 hingegen rutschte um 0,51 Prozent auf 25.067,27 Punkte ab. Schon in der vorangegangenen Woche hatte er rund zwei Prozent eingebüßt. Sein letztes Rekordhoch datiert aus Ende Oktober.
Auch der breit gefasste S&P 500 litt am Wochenbeginn unter geringfügigen Verlusten und fiel um 0,16 Prozent auf 6.816,51 Punkte. Im Verlauf der Woche richtet sich das Augenmerk der Anleger verstärkt auf anstehende Konjunkturdaten. Am Dienstag werden die aufgrund eines vorherigen Regierungsstillstands verzögerten Arbeitsmarktdaten für Oktober und November veröffentlicht. Ergänzt wird dies durch wichtige Inflationsdaten, die am Donnerstag erwartet werden.
Beide Datensätze sind für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve von großer Bedeutung. Wenngleich deren Auswirkungen erst im kommenden Jahr zu spüren sein werden, bleibt die Spannung hoch. Denn in der letzten Zinssitzung des Jahres hatte die Fed—aufgrund von Arbeitsmarktsorgen—den Leitzins erwartungsgemäß gesenkt.

