Teamviewer kämpft sich zurück: Erholung nach schweren Zeiten
Der Softwareanbieter Teamviewer hat im Jahr 2025 sein zuvor gesenktes Umsatzziel nahezu erreicht. Laut vorläufigen Angaben beläuft sich der Pro-forma-Umsatz auf etwa 767 Millionen Euro, was einem währungsbereinigten Wachstum von rund fünf Prozent entspricht. Zwar hatten Analysten optimistischere Erwartungen, dennoch zeigte die arg gebeutelte Teamviewer-Aktie an der Börse einen Erholungsversuch. Die bereinigte operative Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht das Unternehmen weiterhin bei rund 44 Prozent.
Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) lagen pro-forma bei rund 760 Millionen Euro, was einem währungsbereinigten Wachstum von etwa zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit bewegt sich das Unternehmen am unteren Ende der vom Management beschriebenen Spanne von 760 bis 780 Millionen Euro. Auch hier hatten Analysten höhere Zahlen vorab erwartet.
Das starke Geschäft mit großen Unternehmenskunden (Enterprise-Sparte) wird vom Management als Hauptgrund für die Umsatzentwicklung genannt. Zudem trug der US-Zukauf 1E zum ARR-Wachstum bei. Das Geschäft mit kleinen und mittleren Kunden (SMB-Sparte) verlief laut Teamviewer im Rahmen der internen Erwartungen.
Für die Vergleichszahlen der „Pro-forma“-Kennzahlen nimmt das Unternehmen an, dass die Übernahme von 1E Anfang 2024 erfolgt wäre. Der größte Zukauf wurde allerdings erst Ende Januar 2025 abgeschlossen. Weitere Geschäftszahlen will Teamviewer am 10. Februar verkünden. Mit der Übernahme von 1E sollte das Portfolio von Teamviewer im Bereich Fernwartung und vernetzte Geräte gestärkt werden. 1E bietet Software zur automatischen Erkennung und Behebung von IT-Problemen an, jedoch lief es anfangs schlechter als erwartet.
Am Freitagvormittag stieg die im MDax notierte Aktien um 5,4 Prozent auf 6,05 Euro. Teamviewer bemüht sich weiter um eine Bodenbildung, nachdem die Aktie nach einer Zielsenkung im Oktober auf ein Rekordtief gefallen war. Das Jahr 2025 war insgesamt herausfordernd für die Aktionäre: Der Kurs brach um mehr als ein Drittel ein. Nachdem die Aktie 2019 zu 26,25 Euro an die Börse gegangen war, erlebte sie einen Höhenflug während der Corona-Pandemie, um dann aufgrund eines teuren Sponsorenvertrags anschließend stark nachzulassen.

