Teamviewer blickt vorsichtig in die Zukunft: Wachstum erfordert Geduld

Der Fernwartungsspezialist Teamviewer zeigt sich angesichts der unsicheren Marktentwicklung im Jahr 2026 zurückhaltend und hat behutsame Wachstumsprognosen formuliert. Geschäftsführer Oliver Steil und sein Team erwarten, dass der Umsatz 2026 währungsbereinigt zwischen Stagnation und einem Anstieg von bis zu 3 Prozent liegen könnte. Diese Einschätzung basiert auf einem Vergleich zum Pro-Forma-Umsatz des Vorjahres von 767,5 Millionen Euro, was einem Erlös von bis zu 790,5 Millionen Euro entsprechen würde. Analysten hatten durchschnittlich 784 Millionen Euro prognostiziert. Bemerkenswert ist, dass der Pro-Forma-Umsatz zuletzt währungsbereinigt um 5 Prozent zulegen konnte.
Die zurückhaltende Prognose reflektiert den Einfluss des unbeständigen Marktumfelds und spiegelt die Ergebnisse des letzten Quartals wider, in dem Teamviewer lediglich die untere Grenze der im Oktober angekündigten Umsatzspanne von 790 bis 825 Millionen Euro erreichte. Zur Wachstumsförderung plant das Unternehmen strategische Initiativen, um mittelfristig ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zu erzielen.
Bezogen auf die Gewinnmarge erwartet Teamviewer für 2026 rund 43 Prozent im bereinigten EBIT, während diese im letzten Jahr um einen Prozentpunkt auf etwa 44 Prozent gestiegen ist. In den Pro-Forma-Zahlen ist die vollständige Einbeziehung des Zukaufs der US-Firma 1E enthalten, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Der Nettogewinn des Unternehmens verringerte sich 2025 um 4 Prozent auf 118,2 Millionen Euro, was den insgesamt zurückhaltenden Ausblick unterstreicht.

