Tarifeinigung im Hafen: Ein Lichtblick für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Die Beschäftigten der deutschen Seehafenbetriebe dürfen sich auf eine Lohnerhöhung von 3,1 Prozent pro Stunde freuen. In der ersten Verhandlungsrunde in Hamburg erzielten Verdi und der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) ein vorläufiges Ergebnis, das beide Parteien bestätigten. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft eine Lohnsteigerung von 8,4 Prozent gefordert.
Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben, wie der ZDS mitteilte. Zusätzlich zu den Lohnerhöhungen wurden höhere Zulagen für die Hafenarbeiter vereinbart. Je nach Betrieb erhalten die Beschäftigten außerdem eine Einmalzahlung von 1.200 oder 1.800 Euro. Von dem Ergebnis profitieren etwa 11.000 Arbeitnehmer. Laut Verdi muss die Einigung noch in einem schriftlichen Vertrag festgehalten werden.
ZDS-Verhandlungsführer Torben Seebold betonte die Bedeutung der Einigung: "Das Tarifergebnis trägt den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen Rechnung und sichert die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen in einem anspruchsvollen Umfeld."
Erinnerungen an die Verhandlungen der Vergangenheit sind noch frisch: Mehrere Monate dauerten die vorausgegangenen Verhandlungen im Jahr 2024, beginnend im Mai und erst im September mit einer Einigung nach Nachverhandlungen abschließend. In dieser Zeit kam es in den Häfen Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Bremen, Emden und Brake zu zahlreichen Warnstreiks.

