Symrise forciert Terpenen-Verkauf und startet Aktienrückkaufprogramm
Der Duft- und Geschmacksstoffhersteller Symrise setzt auf strategische Portfoliomaßnahmen und plant den Verkauf seines Terpenen-Geschäfts. Im Rahmen eines strukturierten Bieterprozesses wurden bereits fortgeschrittene Gespräche geführt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Gleichzeitig überrascht Symrise die Börsenwelt mit der Ankündigung eines umfangreichen Aktienrückkaufprogramms. Auf Tradegate reagierte die Aktie prompt und verzeichnete nachbörslich ein Plus von 0,3 Prozent.
Die Entscheidung, den Terpenen-Zweig abzugeben, führt zu einer Abschreibung von etwa 145 Millionen Euro im vierten Quartal. Zusätzlich verbucht der Konzern aus Niedersachsen eine Abschreibung von 150 Millionen Euro auf die Beteiligung an der börsennotierten Swedencare AB in Schweden. Diese Maßnahmen drücken auf das EBITDA und weichen die Erwartungen für das vergangene Jahr im Vergleich zur ursprünglichen Prognose auf. Dennoch betont Symrise, dass weder die operative Geschäftstätigkeit noch die Liquidität betroffen sind.
Im Kontext der strategischen Neuausrichtung strebt Symrise an, bis 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 2,3 bis 3,3 Prozent sowie eine operative Marge von rund 21,5 Prozent zu erreichen. Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 400 Millionen Euro läuft vom 1. Februar bis zum 31. Oktober 2026 und soll das Grundkapital verringern. Jean-Yves Parisot, Vorstandschef von Symrise, betonte die solide finanzielle Lage des Unternehmens und die starke Position, in strategische Prioritäten sowie in den Aktionärsnutzen zu investieren. Dies reflektiere auch das Engagement von Symrise, nachhaltig Wert für alle Stakeholder zu schaffen und einen wertsteigernden Kapitaleinsatz zu verfolgen.

