Supreme Court gewährt Lisa Cook Fortbestand im Amt bis Januar-Verhandlung
Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat der amtierenden Gouverneurin der Federal Reserve, Lisa Cook, gestattet, bis zu einer im Januar geplanten mündlichen Verhandlung im Amt zu bleiben. Diese Entscheidung verzögert einen Antrag des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der darauf abzielte, Cooks Entlassung durchzusetzen.
Trump hatte aufgrund von Vorwürfen des Hypothekenbetrugs gegen Cook die gerichtliche Auseinandersetzung angestrengt. Nachdem ein Gericht in Washington vorübergehend Cooks Amtsenthebung blockiert hatte, wandte sich Trump an ein Berufungsgericht, welches die Sperrung der Entlassung aufrechterhielt. Nun liegt die Angelegenheit beim Supreme Court, der den Fall im kommenden Jahr prüfen wird.
Die Kontroverse entzündete sich, als Trump Cooks angebliche Falschangaben bei Hypothekenverträgen zur Entlassung nutzen wollte. Cook verteidigte sich vor Gericht und argumentierte, dass selbst unwissentliche Fehler vor ihrer Fed-Amtszeit nicht für eine Absetzung ausreichen würden. Ein Gericht bekräftigte, dass die Entlassung eines Fed-Mitglieds nur aus triftigen Gründen erfolgen darf, und wies auf das öffentliche Interesse für die Unabhängigkeit der Fed hin.
Trump, der auch den Rücktritt des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell forderte, zeigte erneut, wie wichtig ihm die Kontrolle über die bedeutende US-Zentralbank ist. Die Fed spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der finanziellen Stabilität in den Vereinigten Staaten und weltweit.

