Südkoreas Haushaltskredite im Rückgang: Ein Hoffnungsschimmer für die Zentralbank
Südkoreas Banken verzeichnen zum ersten Mal seit neun Monaten einen Rückgang bei den Haushaltskrediten. Diese Entwicklung dürfte der Zentralbank des Landes ein wenig Erleichterung verschaffen, da sie in dieser Woche eine schwierige Entscheidung in Bezug auf die Zinspolitik treffen muss.
Neuesten Zahlen der Bank von Korea zufolge sanken die Kredite um 400 Milliarden Won auf insgesamt 1.141 Billionen Won im Dezember. Im November war noch ein Anstieg von 1,9 Billionen Won zu verzeichnen. Besonders auffällig ist die Verlangsamung der Hypothekendarlehen, die um 800 Milliarden Won zulegten, verglichen mit einem Anstieg von 1,5 Billionen Won im Vormonat.
Dieses Abklingen des Kaufrauschs auf dem Immobilienmarkt könnte der entscheidende Faktor gewesen sein, der die Zentralbank dazu veranlasste, ihre restriktive Zinspolitik im vergangenen Jahr länger beizubehalten. Nachdem die Bank von Korea im Oktober auf Lockerungskurs umschwenkte, folgte im November ein erneuter Zinsschnitt. Experten warten nun gespannt, ob die Bank am Donnerstag mit einer weiteren Senkung um einen Viertelpunkt fortfahren wird. Die politischen Turbulenzen nach der kurzzeitigen Verhängung des Kriegsrechts durch Präsident Yoon Suk Yeol und der tragische Absturz eines Flugzeugs von Jeju Air im Dezember, bei dem 179 Menschen ums Leben kamen, trüben jedoch die wirtschaftlichen Aussichten.
Darüber hinaus bereiten sich südkoreanische Politiker auf die mögliche Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus vor. Seine vorgesehenen Zollerhöhungen könnten den Handel des Landes erheblich beeinträchtigen. Inmitten dieser Herausforderungen meldete das statistische Amt des Landes am Mittwoch eine steigende Arbeitslosenquote auf den höchsten Stand seit über drei Jahren.

