Sturm "Nils" bringt Chaos nach Südeuropa: Eine Region im Ausnahmezustand
Der heftige Sturm "Nils" hat in Frankreich und Spanien für massive Störungen gesorgt, nachdem Orkanböen von außergewöhnlicher Stärke über die Region gefegt sind. In Frankreich ereignete sich ein tragischer Vorfall, als ein Lastwagenfahrer im Südwesten des Landes ums Leben kam, als sein Fahrzeug von herabfallenden Ästen getroffen wurde. Infolgedessen verloren etwa 850.000 Haushalte im Süden Frankreichs ihre Stromversorgung. Der französische Energiekonzern Enedis arbeitet mit Hochdruck an der Wiederherstellung der lokalen Netzwerke.
Météo France, der nationale Wetterdienst, hat in fünf Départements die höchste Unwetterwarnstufe Rot ausgerufen. Windgeschwindigkeiten von über 160 km/h führten zu erheblichen Beeinträchtigungen des Schienen- und Straßenverkehrs, während die Wellen des Sturms auch Spanien erreichten. In Katalonien, wo in der Metropole Barcelona ebenfalls Alarmstufe Rot galt, wurden Schulen vorsorglich geschlossen. Verletzungen von mindestens sieben Personen durch umgestürzte Bäume und einen Mauersturz wurden gemeldet. Der Verkehr auf Straße, Schiene und Luftweg wurde zeitweise stark eingeschränkt.
Auch die bei Touristen beliebte Insel Mallorca blieb nicht verschont. Dort peitschten die Winde mit bis zu 150 km/h über die Bergregionen, jedoch blieben größere Schäden oder Verletzungen glücklicherweise aus.
Ein weiteres Land kämpft ebenfalls mit den Auswirkungen des Sturms: In Portugal führte ein Deichbruch zu einem Erdrutsch nahe einer bedeutenden Autobahnbrücke entlang des Flusses Mondego. Die Folge war die Schließung einer wichtigen Verbindung, der Autobahn A 1, die Lissabon und Porto verbindet. Diese Sperrung wird nach Schätzungen mehrere Wochen andauern, obwohl die Brücke selbst unbeschädigt blieb. Diese jüngsten Unwetter sind Teil einer Serie von Sturmtiefs, die seit Ende Januar auf der Iberischen Halbinsel wüten. Meteorologen führen die Phänomene auf eine ungewöhnliche Großwetterlage über dem Atlantik zurück.

