Stromversorgung in der Ukraine: Herausforderungen und Hoffnungsschimmer

Die Energiekrise in der Ukraine bleibt auch mit steigenden Temperaturen weiterhin eine Herausforderung. Trotz milderer klimatischer Bedingungen sind die Energieanlagen, die durch russische Raketen- und Drohnenangriffe stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, nach wie vor nicht in der Lage, den Bedarf der Bevölkerung zu decken.
Laut Energieminister Denys Schmyhal liegt das prognostizierte Verbrauchsmaximum bei 16,4 Gigawatt, während nur 12,3 Gigawatt effektiv bereitgestellt werden können. Millionen von Ukrainern müssen daher mit täglichen Stromausfällen von bis zu 20 Stunden leben. Eine Verbesserung der Versorgungslage wird erst im Frühjahr in Aussicht gestellt.
Ein signifikanter Teil der aktuellen Energieproduktion stammt aus Atomkraftwerken, die 7,5 Gigawatt zur Verfügung stellen. Zudem werden rund 2 Gigawatt importiert, und die restlichen mehr als 800 Megawatt stammen aus den verbliebenen fünf Blöcken in Wärmekraftwerken. Energieminister Schmyhal fügte hinzu, dass in den letzten beiden Tagen etwa 1,6 bis 1,7 Gigawatt aus Solarenergie gewonnen wurden.
Für den Frühling setzt der Minister auf einen erhöhten Beitrag der Wasserkraftwerke und sieht zusätzliche Kapazitäten im Atomkraftwerk Riwne. Die Ukraine kämpft seit beinahe vier Jahren gegen eine russische Invasion. In den kälteren Tagen zuvor, als die Temperaturen in einigen Regionen auf zweistellige Minusgrade fielen, stieg der Strombedarf sogar auf bis zu 18 Gigawatt an.

