Stromausfall legt San Francisco lahm: Tech-Metropole in Dunkelheit
Der großflächige Stromausfall in San Francisco hat am Samstag weite Teile der Stadt lahmgelegt. Laut dem Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) waren zeitweise etwa 130.000 Kunden von der Versorgung abgeschnitten, was rund einem Drittel der Gesamtanschlüsse in der nordkalifornischen Metropole entspricht. Zehn Stunden nach Auftreten des Problems, um 23.30 Uhr Ortszeit, waren noch immer etwa 35.000 Haushalte ohne Strom. Über die Ursache des Vorfalls wurde bislang nichts bekannt gegeben.
Die Stromstörung hatte erhebliche Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr; mehrere Bahnlinien konnten den Betrieb nicht aufrechterhalten, wie der Katastrophenschutz der Stadt auf der Plattform X informierte. Zudem stellte Waymo, die auf autonome Fahrzeuge spezialisierte Schwesterfirma von Google, vorläufig ihren Robotaxi-Dienst ein. Auch das kulturelle Leben kam zum Erliegen: Das San Francisco Ballet sagte eine für Samstag geplante Aufführung des "Nussknackers" ab.
Inmitten des Chaos rief Bürgermeister Daniel Lurie die Bürger dazu auf, in ihren Häusern zu bleiben und die Sicherheit anderer zu gewährleisten. "Wenn Sie zu Hause bleiben können, bleiben Sie zu Hause, bleiben Sie sicher, achten Sie auf Ihre Nachbarn und kümmern Sie sich umeinander", empfahl Lurie auf X. Zudem riet er den Bewohnern, aus Sicherheitsgründen Taschenlampen anstelle von Kerzen zu verwenden, um die durch den Stromausfall verursachte Dunkelheit zu erhellen.

