Stromausfälle und Sturmschäden: Baltikum im Ausnahmezustand
Ein schweres Unwetter hat erhebliche Schäden in den baltischen Staaten Litauen und Lettland verursacht. Durch den Sturm und den intensiven Regen sind Zehntausende Menschen von Stromausfällen betroffen. Laut dem litauischen Energieversorger Eso hatten in Litauen etwa 165.000 Haushalte keinen Strom oder mussten mit Unterbrechungen rechnen. Besonders betroffen waren die Hauptstadt Vilnius und deren Umland, wie die Nachrichtenagentur BNS berichtete. In Lettland saßen 37.000 Abnehmer des Netzbetreibers Sadales Tikls im Dunkeln.
Der Sturm hinterließ eine Spur der Verwüstung: Umgestürzte Bäume, beschädigte Masten und sogar das Dach des Doms von Riga wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Vizebürgermeister von Riga, Edvards Ratnieks, teilte ein kurzes Video, das die Schäden am evangelischen Dom, der größten Kirche der baltischen Länder, zeigt.
Die meteorologischen Dienste meldeten, dass in Lettland von Sonntag bis Montag knapp das Anderthalbfache der durchschnittlichen Regenmenge im Juli gefallen ist. Aufgrund des extremen Wetters mussten zahlreiche Flüge an den Flughäfen von Riga, Vilnius und Kaunas gestrichen werden. Auch die litauische Bahn verzeichnete erhebliche Verspätungen.
Tragischerweise wurde in dem litauischen Ort Grigiskes bei Vilnius ein Mann von einem umstürzenden Baum erschlagen.

