Strengerer Kapitalrahmen: UBS äußert Bedenken
Der Finanzchef der UBS, Todd Tuckner, hat am Mittwoch seine Enttäuschung über die vorgeschlagenen neuen Kapitalvorschriften in der Schweiz geäußert. Diese Regelungen markieren den Beginn eines womöglich langwierigen Prozesses, den die Bank aktiv mitgestalten möchte.
Tuckner, der auf einer Konferenz in Berlin sprach, betonte, dass die Bank nach allen möglichen Optionen suche, um diese nicht unerheblichen Kapitalanforderungen abzumildern. Die Vorschriften könnten erfordern, dass die verbleibende Großbank der Schweiz zusätzlich 26 Milliarden Dollar an Kernkapital aufstockt.
Die UBS plant, sich intensiv an politischen Konsultationen zu beteiligen, um möglicherweise zu einem ausgewogeneren Ergebnis zu gelangen. Tuckner hält es für realistisch, dass die verschärften Kapitalabzüge auf latente Steueransprüche und Software über einen Zeitraum von vier Jahren oder mehr schrittweise eingeführt werden könnten.
Gleichzeitig bestätigte er die Kapitalrückführungspläne der Bank bis 2025 sowie die Ziele für 2026. "Im Hinblick auf unsere längerfristigen Ambitionen, die wir in der Vergangenheit diskutiert haben, müssen wir abwarten, wie die genauen Zeitpläne und Regelungen aussehen werden", fügte Tuckner hinzu.

