Strengere Regulierung für E-Zigaretten: Verbot von 13 Aroma- und Kühlstoffen geplant
Das Bundesernährungsministerium plant, eine Änderung der Tabakerzeugnisverordnung auf den Weg zu bringen, die einen wichtigen Schritt zum Schutz der Gesundheit darstellt. Geplant ist das Verbot von 13 spezifischen Aroma- und Kühlstoffen, die in Elektrozigaretten verwendet werden. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte diese Entwicklung, nachdem zuerst "Business Insider" und "Welt" darüber berichteten.
Der von Nutzern eingeatmete Dampf von E-Zigaretten enthält neben Nikotin auch andere gesundheitsgefährdende Substanzen. Auf Grundlage wissenschaftlicher Beurteilungen des Bundesinstituts für Risikobewertung wird Menthol, ein häufig verwendetes Aromamittel in E-Liquids, als besonders bedenklich eingestuft. Dieses ist in herkömmlichen Zigaretten bereits seit 2020 in der EU verboten.
Ein weiteres Augenmerk liegt auf den Effekten von Kühlstoffen, die durch das Kältegefühl einen leicht süßlichen Geschmack erzeugen und so den Einstieg ins Rauchen erleichtern können. Das Ministerium betont die Relevanz dieser Maßnahmen, um das Rauchen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu verhindern. Der aktuelle Entwurf befindet sich nun in der Abstimmungsphase innerhalb der Regierung, bevor Länder und Verbände ihn begutachten können. Die geplante Verordnung ist Teil der fortwährenden Bemühungen, das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland zu verringern.

