Streit um Irans Atomprogramm: Trump bekräftigt engagierte Haltung
In einem erneuten Vorstoß setzt US-Präsident Donald Trump auf die Fortsetzung internationaler Inspektionen des umstrittenen iranischen Atomprogramms. Angesichts wiederkehrender Spannungen sprach sich Trump im Weißen Haus dafür aus, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ihre Kontrollen in Iran fortsetzen sollte. Er betonte allerdings, dass auch die USA selbst oder eine andere respektierte Instanz diese Rolle übernehmen könnten.
Der Vorstoß des Präsidenten kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das iranische Parlament nach Angriffen auf seine Atomanlagen die Zusammenarbeit mit der IAEA in Frage stellt. Bislang hat Teheran allerdings keinen offiziellen Schritt unternommen, um diese Zusammenarbeit auszusetzen, wie die Atomenergiebehörde in Wien berichtet.
Auch die Möglichkeit erneuter militärischer Angriffe schloss Trump nicht aus. Auf die Frage, ob er im Ernstfall erneut Bombardierungen anordnen würde, reagierte er mit einem deutlichen "Sicher, ohne Frage, absolut". Er unterstrich die Entschlossenheit der USA, dem Iran die Entwicklung von Atomwaffen zu verwehren. Doch gleichzeitig ließ er Raum für Diplomatie, indem er andeutete, dass künftige Verhandlungen mit Teheran nicht ausgeschlossen sind. Details dazu blieben allerdings im Dunkeln.
In einer weiteren, auf der Plattform Truth Social veröffentlichten Stellungnahme erhob Trump brisante Behauptungen bezüglich des iranischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Er schrieb, er habe das Oberhaupt vor einem "sehr hässlichen und schmählichen Tod" bewahrt und zugleich angedeutet, dass ein umfassender militärischer Schlag unmittelbar bevorstand.
Zudem stellte Trump klar, dass er an einer möglichen Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran arbeite, um dem Land nach den unruhigen Zeiten eine wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen. Diese Bemühungen stünden allerdings auf der Kippe, da Chamenei mit einer scharfen, abweisenden Stellungnahme auf die Vorschläge reagiert habe.

