Streit auf X: EU-Kommission und Elon Musk im Schlagabtausch
Die jüngste Entgleisung zwischen der EU-Kommission und Elon Musks Plattform X hat für Aufruhr in der digitalen Welt gesorgt. Die EU-Kommission wurde von der Anzeigenplatzierung auf der Plattform ausgeschlossen, nachdem ihr Account gegen interne Regeln verstoßen haben soll. Hintergrund ist ein Beitrag, der sich auf die Verhängung einer Geldstrafe von 120 Millionen Euro gegen X bezog. Als Reaktion auf Musks Forderung, die EU abzuschaffen, und den Maßnahmen gegen verifizierte Benutzerkonten, hat der Disput an Brisanz gewonnen.
Vor Musks Übernahme der Plattform, damals noch unter dem Namen Twitter bekannt, folgte die Verifizierung strikten Regeln: Nur nach offizieller Identitätsbestätigung erhielten Prominente und Unternehmen die begehrten Häkchen. Musk änderte dies grundlegend. Nun erhalten alle zahlenden Abo-Nutzer das gleiche Häkchen, Unternehmen ein goldenes und Regierungsbehörden ein silbernes Symbol. Die EU-Kommission sieht hierin eine Irreführung und eine von vielen Gründen für die jüngst verhängte Bußgeldstrafe.
Nikita Bier, Produktchef bei X, rechtfertigte den Ausschluss der EU-Kommissionsanzeige mit dem Vorwurf, dass durch das Verbreiten eines vermeintlichen Videos unerlaubt höhere Reichweiten erzielt worden seien. In dem speziellen Beitrag wurde ein kurzer Videoclip zu den Entscheidungen der Kommission präsentiert, der direkt abgespielt werden kann. Bier ließ jedoch detaillierte Erklärungen, worin exakt der Regelverstoß bestanden haben soll, vermissen. Er argumentierte, die Kommission habe eine nun behobene Schwachstelle der Plattform ausgenutzt.

