Streamingerfolg "Adolescence": Britische Miniserie begeistert Millionen
Die neue britische Miniserie "Adolescence", die auf dem Streamingdienst Netflix verfügbar ist, hat innerhalb weniger Wochen weltweit fast hundert Millionen Abrufe erreicht. Die Erzäh-lung über den 13-jährigen Jamie Miller, der aus Verzweiflung eine Klassenkameradin mit einem Messer attackiert, erobert mit ihrer tiefgründigen Erkundung kindlicher Psyche und gesellschaftlichen Drucks eine große Zuschauerzahl.
Die Serie wurde am 13. März veröffentlicht und hat in weniger als drei Wochen eine bemerkenswerte globale Zuschauerzahl von 96,7 Millionen erreicht. In der ersten Woche zog "Adolescence" 24,3 Millionen Zuschauer an, in der darauffolgenden Woche 42 Millionen und in der dritten Woche nochmals beeindruckende 30,4 Millionen Abrufe.
Im Mittelpunkt der vier Episoden, die ohne Schnitte mit der Regie von Philip Barantini gefilmt wurden, steht die packende Auseinandersetzung mit Themen wie Mobbing, Isolation und toxischen Rollenbildern. Der Mord an Katie dient als Auslöser, um den psychologischen Druck zu erforschen, dem Jugendliche ausgesetzt sind.
Stephen Graham, der sowohl in der Rolle des Vaters als auch als Mitschöpfer der Serie agiert, hebt die Wichtigkeit hervor, die Einflüsse von Gleichaltrigen und digitalen Medien kritisch zu hinterfragen. Besonders hervorzuheben ist Episode drei, in der eine Psychologin (gespielt von Erin Doherty) versucht, den Jungen zu verstehen, während sich bei ihm kindliche Naivität und manipulative Versuche vermischen.
In Großbritannien sollen weiterführende Schulen die Gelegenheit erhalten, die Serie kostenlos zu zeigen, um das Bewusstsein für die behandelten Themen zu stärken. Premierminister Keir Starmer, der die Serienmacher kürzlich empfing, betont die Bedeutung von Bildung und Verständnis bei der Bekämpfung der durch die Serie aufgeworfenen gesellschaftlichen Probleme.
Mit seiner juristischen Erfahrung hebt Starmer die kritischen Folgen von Gewalt und Diskriminierung hervor und begrüßt die Initiative, die Serie so breit wie möglich zugänglich zu machen.

