Strategie statt Trends: Worauf es 2026 wirklich ankommt
Zu Jahresbeginn teilen viele Unternehmen Trends und Prognosen für die kommenden zwölf Monate. Doch wichtig sind vor allem langfristige Weichenstellungen, betont Andreas Dangl, Geschäftsführer von Fabasoft Approve.

04. März 2026, 18:18 Uhr · Quelle: Pressebox
Strategie statt Trends: Worauf es 2026 wirklich ankommt
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Andreas Dangl, Geschäftsführer von Fabasoft Approve
Unternehmen müssen KI und Datenmanagement strategisch optimieren, um 2026 wettbewerbsfähig zu bleiben.

Linz, 04.03.2026 (PresseBox) - Viele Jahresprognosen klingen im Januar überzeugend und sind im Dezember wieder vergessen. Wer Digitalisierung jedoch als strategische Aufgabe versteht, denkt nicht in Quartalen oder Hype-Zyklen, sondern in belastbaren Strukturen. Auch 2026 stehen Unternehmen vor Aufgaben, die sie bereits seit Jahren prägen und weiterhin beschäftigen werden: Wie setzen sie KI konkret und gewinnbringend ein? Wie behalten sie die Hoheit über ihre Daten und gewährleisten zugleich deren Verfügbarkeit? Wie verbessern sie die Datenqualität systematisch und nachhaltig? Und wie rücken sie das Thema Nachhaltigkeit vom Nebenschauplatz wieder ins Zentrum ihrer IT-Strategie?

Use Cases für generative KI

Generative KI bleibt ein dominierendes Thema – derzeit insbesondere in Form sogenannter KI-Agenten, die eigenständig agieren, Entscheidungen vorbereiten und Prozesse automatisieren. Laut einer vielzitierten MIT-Studie verfehlen 95 Prozent aller KI-Pilotprojekte ihr Ziel, weil sie keine belastbaren Geschäftsergebnisse liefern. Strategiepapiere und Absichtserklärungen existieren meist ausreichend. Was häufig fehlt, sind klar definierte Anwendungsfälle, strukturierte Prozesse und die konsequente Verankerung im operativen Geschäft.

Wer KI nachhaltig in betrieblichen Abläufen integriert, setzt nicht auf Experimente oder isolierte Eigenentwicklungen. Erfolgreiche Organisationen bauen auf stabile Plattformen, definieren eindeutige Verantwortlichkeiten und arbeiten mit Partnern, die Technologie langfristig betreiben und kontinuierlich weiterentwickeln. Die MIT-Daten sprechen eine klare Sprache: Extern entwickelte Lösungen erreichen eine Erfolgsquote von rund 67 Prozent und liegen damit deutlich vor individuell entwickelten Ansätzen.

Datenqualität statt Datenchaos

Auch die beste Strategie entfaltet nur dann Wirkung, wenn Organisationen auf einer verlässlichen Datengrundlage aufbauen. In der Praxis scheitern KI-Initiativen selten an Modellen oder Rechenleistung, sondern an der strukturellen Realität gewachsener IT-Landschaften. Laut einer Studie von Fivetran brechen fast die Hälfte der Unternehmen ihre KI-Projekte aufgrund unzureichender Daten ab. Zwar verfügen Organisationen über große Mengen an Informationen, doch sie speichern diese häufig fragmentiert, inkonsistent oder in veralteten Systemen. Unter solchen Bedingungen kann KI keinen produktiven Mehrwert schaffen.

Entscheidend ist deshalb, Daten systematisch zu strukturieren, eindeutig zu klassifizieren und dauerhaft verfügbar zu halten. Gleichzeitig bietet KI selbst enormes Potenzial zur Verbesserung der Informationsbasis: Sie extrahiert Metadaten automatisiert, verschlagwortet Inhalte intelligent und identifiziert Inkonsistenzen. Richtig eingesetzt, entwickelt sich KI vom reinen Datenkonsumenten zum Motor für Qualität. Wer konkrete Use Cases sucht, findet sie genau hier.

Digitale Souveränität

Neben Qualität gewinnt ein weiterer Faktor strategische Bedeutung: Kontrolle. Organisationen müssen jederzeit wissen, wo ihre Daten liegen, wer darauf zugreift und wie Systeme sie verarbeiten. Laut aktuellem Bitkom Cloud Report halten 78 Prozent der Unternehmen Deutschland für zu abhängig von US-Anbietern. Was lange als Effizienzvorteil galt, bewerten viele Organisationen heute vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, regulatorischer Anforderungen und steigender Compliance-Vorgaben neu.

Viele Betriebe beginnen deshalb, ihre Informationsbestände aktiv zu konsolidieren, kritisch zu prüfen und schrittweise in kontrollierbare, verlässliche Umgebungen zu überführen. Es geht nicht um Abschottung, sondern um Handlungsfähigkeit. Wer digitale Souveränität sicherstellt, schützt sensible Informationen und gewährleistet gleichzeitig ihre Verfügbarkeit.

Nachhaltig wirtschaften

Nachhaltigkeit rückt derzeit in vielen Unternehmen in den Hintergrund. Auch dieser Beitrag behandelt das Thema bewusst zuletzt – nicht aus mangelnder Relevanz, sondern weil zahlreiche Organisationen es aktuell ähnlich priorisieren. Das Horváth-Vorstandspanel bestätigt diesen Trend: Die „Grüne Transformation“ ist aus den Top-5-Managementprioritäten verschwunden. Stattdessen dominieren kurzfristige Themen wie Kostenkontrolle, Sicherheit und Liquidität.

Gerade darin liegt jedoch die strategische Herausforderung. Kurzfristige Zwänge bestimmen das Tagesgeschäft, doch langfristige Entscheidungen sichern die Wettbewerbsfähigkeit. Auch 2026 geht es weniger um neue Hypes als um tragfähige Strukturen: saubere Prozesse, belastbare Daten, souveräne Plattformen. Organisationen, die konsequent in diese Grundlagen investieren, schaffen Stabilität und legen damit das Fundament für nachhaltigen und dauerhaften Erfolg.

Software / KI / Digitalisierung / Datenqualität / Digitale Souveränität / Nachhaltigkeit
[pressebox.de] · 04.03.2026 · 18:18 Uhr
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