Strahlkraft des Labels «Made in Germany»: Ein Donald in der globalen Bildfläche
Die jüngste Studie des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) hebt es einmal mehr hervor: Produkte mit dem Gütesiegel «Made in Germany» genießen weltweit herausragende Anerkennung und tragen maßgeblich zur Kaufentscheidung internationaler Konsumenten bei. In der Umfrage, die insgesamt 20.000 Befragte aus zehn Ländern umfasste, brachte das renommierte Label den höchsten Vertrauensvorschuss ein, dicht gefolgt von der Schweiz und Japan.
Ein interessanter Aspekt ist, dass die deutsche Herkunftsbezeichnung das positivste Signal bei Kaufentscheidungen sendet, wobei 65 Prozent der Befragten dies unterstrichen – nur knapp vor der Schweiz mit 62 Prozent und Japan mit 59 Prozent. Trotz der starken Konkurrenz wird das deutsche Gütesiegel, das ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt wurde, um britische Verbraucher vor minderwertigen Produkten zu schützen, heute vor allem mit Qualität assoziiert.
Während «Made in Germany» insbesondere mit traditionellen Industriegütern wie Verbrennerautos in Verbindung gebracht wird, steht das Label «Made in USA» für Innovation in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz. Auch wenn China bei Vertrauens- und Kaufentscheidungen hinterherhinkt, sticht sein Label in puncto Sichtbarkeit hervor. Die Forscher warnen jedoch, dass Deutschland bei Zukunftstrends wie Elektroautos und Elektronik aufholen muss, um nicht den Anschluss gegenüber USA und Japan zu verlieren.
Nicht zuletzt zeigt die Umfrage die Bedeutung des Exports für die deutsche Wirtschaft auf: Nahezu ein Viertel aller Arbeitsplätze hängt vom Export ab, auch wenn die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt der Bundesbank zufolge rückläufig ist. Angesichts des Drucks durch hohe US-Zölle und der Schrumpfung des Exportsektors im Jahr 2024 bleibt abzuwarten, wie Deutschland sich zukünftig positionieren wird.

