Strafzölle beflügeln US-Staatsanleihen: Anleger suchen Sicherheit
Die Ankündigung von Handelszöllen durch US-Präsident Donald Trump lässt die Märkte aufhorchen: Der Kurs von US-Staatsanleihen erlebte am Freitag einen spürbaren Aufschwung, der eng mit der Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und der Europäischen Union verbunden ist. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Papiere, bekannt als T-Note-Future, konnte einen Anstieg von 0,24 Prozent verzeichnen und erreichte 110,09 Punkte.
Gleichzeitig sank die Rendite dieser Anleihen auf 4,51 Prozent. Im frühen Handel zeigten die Anleihen bereits deutlichere Kursgewinne. Die verstärkte Nachfrage nach sicheren Anlagemöglichkeiten war eine direkte Reaktion auf Trumps Ankündigung auf der Plattform Truth Social, Strafzölle von bis zu 50 Prozent zu erheben. Dieser Schritt führte zu einer erhöhten Nervosität bei den Anlegern, die sich in einem Rückzug in vermeintlich risikoärmere Anlagen wie Staatsanleihen widerspiegelte.
Allerdings wurden im Laufe des Handelstages einige dieser anfänglichen Gewinne wieder abgegeben. Die jüngste Erholung der US-Anleihen knüpft an die positiven Tendenzen vom Vortag an, während die Renditen der Anleihen weiter nach unten tendierten. Zuvor hatte eine andere Nachricht für Aufruhr gesorgt: Das US-Repräsentantenhaus hatte Trumps kontroversen Steuerplänen zugestimmt, was Sorgen über eine weiter steigende Staatsverschuldung auslöste und die Renditen in der Folge unter Druck setzte.

