Steigender Wohlstand in stürmischen Zeiten: Einkommensmillionäre trotzen der Pandemie
Inmitten der globalen Pandemie verzeichnete Deutschland einen beachtenswerten Zuwachs an Einkommensmillionären. Die aktuelle Steuerstatistik für das Jahr 2021 zeigt, dass rund 34.500 Steuerzahler Einkünfte von mindestens einer Million Euro erzielt haben. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen beeindruckenden Anstieg um 18 Prozent oder 5.200 Personen.
Der Anstieg ist unter anderem auf die zunehmende Inflation zurückzuführen, wie das Statistische Bundesamt erläutert. Dem Bericht zufolge ist die Gründung eines Gewerbebetriebs ein erfolgversprechender Weg, um zu den Einkommensmillionären zu zählen. Etwa 60 Prozent der Top-Verdiener haben ihre Millionen überwiegend durch ihr Gewerbe erzielt.
Darüber hinaus sind 15 Prozent der Einkommensmillionäre in selbstständiger Arbeit tätig, während 19 Prozent aus angestellten Verhältnissen stammen. Im Durchschnitt meldeten diese Wohlhabenden ein Einkommen von 2,8 Millionen Euro.
Die Steuerpolitik trägt ebenfalls interessante Fakten zu der Entwicklung bei. Zinseinkünfte sind nur teilweise erfasst, da seit 2009 eine pauschale Abgeltungssteuer von 25 Prozent erhoben wird, die häufig unter dem persönlichen Steuersatz von Besserverdienern liegt.
Zudem werden zusammen veranlagte Steuerpflichtige als ein Steuerfall gezählt, was insgesamt 43,3 Millionen Steuerpflichtige ergibt. Der Höchststeuersatz von 45 Prozent betraf im Jahr 2021 zwar lediglich 0,3 Prozent der Steuerzahler, doch trugen diese zu 7,8 Prozent der gesamten Einkünfte und 15,7 Prozent der entrichteten Steuersumme bei.

