Steigende Ölpreise und Sanktionen drücken auf deutsche Bundesanleihen
Der Markt für deutsche Bundesanleihen verzeichnete am Donnerstag eine Kurskorrektur. Der für Investoren bedeutende Euro-Bund-Future verlor um 0,18 Prozent und fiel auf 129,96 Punkte zurück. Im Gegenzug erhöhte sich die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,78 Prozent.
Ein ausschlaggebender Faktor war der weltweit beobachtete Renditeanstieg, sowohl in Europa als auch in den USA. Verantwortlich hierfür waren die jüngsten Entwicklungen auf dem Ölmarkt, der auf die US-Regierungssanktionen gegen große russische Öl-Unternehmen mit weiter steigenden Preisen reagierte. Diese Preisbewegungen entfachten Inflationssorgen, die zu Spekulationen über mögliche Korrekturen in der Zinspolitik der Notenbanken führten.
Impulse seitens der Konjunktur blieben am Donnerstag weitgehend aus. Eine Überraschung bot indes die verbesserte Unternehmensstimmung in Frankreich im Oktober. Hinzu kam ein über den Erwartungen liegendes Konsumklima in der Eurozone, das sich bereits zum zweiten Mal in Folge besserte und somit einen leichten Druck auf die Anleihen ausübte. Experten waren ursprünglich von einem Rückgang ausgegangen.

