Steam Machine kommt Anfang 2026 bestätigt AMD Chefin Lisa Su trotz RAM-Knappheit und Preisrätsel
Valve hüllt sich weiterhin in Schweigen, doch AMD Chefin Dr. Lisa Su hat im Rahmen einer Quartalsgewinn-Präsentation verraten, dass die Steam Machine auf Kurs liegt, um Anfang 2026 zu erscheinen. Die mit Arch-Linux-basiertem SteamOS betriebene vorgefertigte Gaming-Maschine verspricht ein disruptives Element im Markt zu werden, besonders in Zeiten globaler Speicherknappheit, die DDR5-RAM-Preise in schwindelerregende Höhen treiben. Doch über den Preis schweigt Valve eisern, und Andeutungen von Linus Sebastian lassen vermuten, dass die Maschine weit über den Konsolenpreisen von 500 Dollar liegen könnte. Wird Half-Life 3 als exklusiver Start-Titel den Ausschlag geben?
AMD bestätigt Zeitplan trotz sinkender Konsolenchip-Verkäufe
In ihrer Quartalsgewinn-Präsentation sprach Dr. Lisa Su über AMDs Spieleumsatz, der im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 843 Millionen Dollar gestiegen ist. Semi-Custom-Verkäufe legten im Jahresvergleich zu, fielen jedoch wie erwartet sequenziell. Für 2026 erwartet AMD einen signifikanten zweistelligen prozentualen Rückgang beim jährlichen Umsatz mit Semi-Custom-SoCs, da das Unternehmen ins siebte Jahr eines sehr starken Konsolenzyklus eintritt. Aus Produktsicht sei Valve auf Kurs, Anfang dieses Jahres mit dem Versand der AMD-betriebenen Steam Machine zu beginnen. Diese Bestätigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Valve selbst kaum Details über den Erscheinungstermin preisgegeben hat, was die Aussage von Dr. Su umso wertvoller macht. Der Rückgang bei Konsolenchips könnte darauf hindeuten, dass AMD verstärkt auf alternative Märkte wie die Steam Machine setzt, um Umsatzlücken zu schließen.
Globale Speicherknappheit und Windows 11 Unzufriedenheit als Katalysatoren
Valves Steam Machine wird wegen ihres disruptiven Potenzials heiß erwartet. Die globale Speicherknappheit hat dazu geführt, dass der Bau eines neuen Gaming-PCs aufgrund der hohen Preise für DDR5-RAM zu einem teuren Unterfangen geworden ist. Darüber hinaus wird der Einsatz des auf Arch-Linux basierenden SteamOS als wegweisend angesehen, besonders angesichts der Unzufriedenheit mit dem aktuellen Zustand von Windows 11. Obendrein wird erwartet, dass die Steam Machine mindestens ein großes Start-Spiel haben wird: Half-Life 3. Dieses Detail stammt aus einem Gerücht von Dezember, das besagte, Valve habe ursprünglich einen Start im Frühling 2026 angestrebt. Die hochschießenden RAM-Preise spielten jedoch offenbar eine wesentliche Rolle bei der Änderung dieser Pläne. Die Kombination aus Hardware-Innovation und der möglichen Rückkehr einer legendären Franchise könnte ausreichen, um den PC-Gaming-Markt nachhaltig zu erschüttern.
Preisrätsel: deutlich über 500 Dollar erwartet
Trotz aller Begeisterung für die Steam Machine wird nicht erwartet, dass der vorgefertigte PC preislich mit PS5- und Xbox Series X/S-Konsolen konkurrieren kann. Valve hat sich über das Preisschild ausgeschwiegen, was zu einigen Spekulationen über die Hardware-Spezifikationen und Leistungsfähigkeiten geführt hat. Laut Linus Sebastian von Linus Media Group führten seine Gespräche mit Valves Ingenieuren jedoch zu betretenem Schweigen, als er die Möglichkeit eines 500-Dollar-Preisschilds ins Spiel brachte. Sebastian erklärte in einer Episode der WAN Show: „Ich kann Dir nicht sagen, was der Preis sein wird, weil ich es buchstäblich nicht weiß. Als ich sagte, ich sei enttäuscht, dass es nicht einem Konsolenpreis-Modell folgen wird, bei dem es durch die Tatsache subventioniert wird, dass der Hersteller 30 Prozent von jedem verkauften Spiel über die Lebensdauer dieses Dings nehmen wird, fragten sie, was ich mit Konsolenpreis meine, und ich sagte 500 Dollar. Niemand sagte etwas, aber die Energie im Raum war nicht großartig.“ Diese Aussage legt nahe, dass die Steam Machine deutlich teurer wird als traditionelle Konsolen, was ihre Verbreitung möglicherweise einschränken könnte.
Hardware-Spezifikationen und Begleitprodukte
Die Steam Machine wurde zusammen mit dem VR-Headset Steam Frame und einem neuen Steam Controller vorgestellt. Valve beschreibt den PC als mit AMD Zen 4 Sechskern-CPU bei 4,8 GHz, einer semi-custom AMD RDNA3-GPU mit 28 Recheneinheiten, 8 GB GDDR6-VRAM und einer maximalen dauerhaften Taktrate von 2,45 GHz sowie 16 GB DDR5-RAM ausgestattet. Mit diesen Spezifikationen behauptet Valve, Spiele in 4K/60 FPS dank FSR ausführen zu können. Diese Hardware positioniert die Steam Machine als leistungsstarke Mittelklasse-Lösung, die zwischen aktuellen Konsolen und High-End-Gaming-PCs angesiedelt ist. Ob die Kombination aus Leistung, SteamOS und möglicherweise Half-Life 3 als exklusivem Titel ausreicht, um den vermutlich hohen Preis zu rechtfertigen, wird sich zeigen, sobald Valve endlich den Preis bekannt gibt und die Maschine Anfang 2026 auf den Markt kommt.


