Starry☆Sky ~Winter Stories~ (PS Vita) – Game Review
Starry☆Sky ~Winter Stories~ ist der letzte Teil des Franchises und umfasst ebenfalls den Originaltitel und die dazugehörige Fandisc. Der Teil ist ebenfalls sehr gut, auch wenn nicht ganz so gut wie Autumn Stories. Wobei ich mich nicht wirklich entscheiden kann, ob ich nun Spring oder Winter besser finde.
Nachdem Tsukiko Yahisa nun Kindheitsfreunde, Clubkameraden und Lehrer abgeklappert hat – ja, klingt irgendwie seltsam, muss ich zugeben – fehlt jetzt noch ein wichtiger Bereich. Als einziges Mädchen an der Schule gehört sie natürlich auch zum Schülerrat. Auf diesem liegt nun der Fokus.
In Winter fand ich die individuellen Stories sehr gut und hatte an den Charakteren so gut wie nichts auszusetzen. Nur mit Tsubasa Amaha, dem Wassermann, habe ich mich etwas schwergetan. Das liegt nicht an ihm und seinem Charakter, sondern leider an seinem Synchronsprecher. Kenichi Suzumura ist kein schlechter Voice Actor und er macht seine Rolle zum Beispiel als Obanai Iguro aus Demon Slayer sehr gut. Aber in Starry☆Sky klingt seine Stimme dauerhaft verstopft oder als würde er sich die Nase zuhalten. Das hat es für mich leider irgendwie schwierig gemacht, Tsubasas Route so wirklich zu genießen.
Der Schülerrat
Angefangen habe ich aber erstmal mit dem Widder Kazuki Shiranui. Er ist der Schülerpräsident und mein Favorit aus dem Spiel. Er mag zwar dickköpfig sein, ist aber eine gute Seele. Er blieb im ersten Jahr sitzen, als er seinen Kumpel vor einem Sturz aus dem dritten Stock rettete, wobei er selbst stürzte und verletzt wurde. So musste er das Jahr wiederholen, da er lange im Krankenhaus war. Von wohl allen Routen ist mir seine über die Jahre am besten in Erinnerung geblieben. Vermutlich, weil sein Bad End einfach so niederschmetternd war.
Als Nächstes kommt Jungfrau Hayato Aozora. Beim ersten Mal hatte ich gemischte Gefühle, was ihn angeht. Er hält den Schülerrat bei der Stange und begegnet allen Menschen freundlich und irgendwie sanft. Zumindest oberflächlich. Doch darunter verbirgt sich eine durchaus dunklere Seite. Er leidet unter dem Talent seiner Geschwister, die begnadete Pianisten sind. Auch er spielt Klavier, besitzt aber nicht so viel Talent, was zu einem Minderwertigkeitskomplex führt.
Zum Ende hin habe ich mich dann Tsubasa gewidmet. Er ist ein neugieriger und lebensfroher Mensch, der definitiv eine bessere Synchronstimme verdient hätte. Er ist ein Erfinder, wobei einige seiner Erschaffungen nützlicher sind und andere vielleicht nicht so sehr. Er spricht auch jeden mit einem Spitznamen an. „Nuinui“ für Kazuki fand ich besonders lustig. Trotz seines kindlichen Auftretens schleppt auch er sein Päckchen aus Verlustängsten mit sich.
Drama und Systemtreue
Wie auch schon in Autumn Stories wartet Winter mit ziemlich viel Drama und Trauma auf. Es ist nicht so, als gäbe es das nicht auch in Spring und Summer, aber dort, finde ich, kann man nur Kanata auf das gleiche Level setzen wie zum Beispiel Ayato oder Kotaro.
Das Franchise bleibt seinem System treu. In Winter Stories bekommen wir leider erst in der Fandisc die Hochzeiten zu sehen. Nach wie vor finde ich die Entscheidung sehr verwirrend. Aber dennoch bleibt der Soundtrack stark, und wir haben auch hier wieder Nebencharaktere, die nachträglich eine eigene Route bekommen haben.
Fazit zu Starry☆Sky ~Winter Stories~
Letzten Endes ist es schade, dass das Franchise mit Starry☆Sky ~Winter Stories~ endet. Nach wie vor hat es einen besonderen Platz in meinem Herzen, selbst nach so vielen Jahren kann es mich einfach immer noch begeistern. Jetzt nochmal alle Titel gespielt zu haben, war es definitiv wert. Es zeigt, dass es keine großen Kämpfe braucht, um ein ordentliches Otome Game zu entwickeln. Gutes Slice-of-Life kommt auch ohne Schwerter oder Terroristen aus. Ich hoffe inständig, dass die Reihe vielleicht irgendwann doch nochmal einen englischen Release erhalten wird, damit noch mehr Menschen in den Genuss dieser tollen Spiele kommen.



