Warum das große XRP-Angebot kein Problem darstellt

Der Kryptoanalyst X Finance Bull hat eine detaillierte Theorie entwickelt, die erklärt, warum das große Angebot an XRP-Token, das oft als Schwäche kritisiert wird, tatsächlich ein starker Mechanismus für die institutionelle Akzeptanz sein könnte. Diese Analyse erfolgt vor dem Hintergrund, dass Mitglieder der XRP-Community weiterhin Token verbrennen, um das Angebot zu reduzieren. Andere fordern hingegen, dass Ripple seine in Treuhand gehaltenen Bestände verbrennt, um Knappheit zu erzeugen und einen Preisanstieg auszulösen.
Das XRP-Angebot als „Katalysator“, nicht als „Problem“
In einem Beitrag vom 18. März stellte X Finance Bull fest, dass viele Menschen das beträchtliche Angebot von 100 Milliarden XRP-Token als problematisch ansehen. Der Hauptgrund für die Besorgnis über das XRP-Angebot liegt in der Annahme, dass Ripple immer noch einen großen Teil der Token kontrolliert, geschätzt zwischen 39 Milliarden und 44 Milliarden XRP.
Der Analyst schlägt jedoch vor, dass das große Angebot von XRP als „Katalysator“ wirken könnte. Er argumentiert, dass Ripples derzeitige Konzentration von XRP das Unternehmen über eine wichtige Schwelle hebt, die im CLARITY Act diskutiert wird, der bewertet, ob eine verbundene Gruppe 20% oder mehr eines digitalen Vermögenswerts hält.
X Finance Bull erklärte, dass Ripples großer Reservebestand eine strategische Gelegenheit bietet, zwischen 20 Millionen und 25 Millionen XRP an institutionelle Partner zu verteilen. Zu diesen Partnern gehören Banken, Liquiditätsanbieter, Zahlungsunternehmen, Partner der Zentralbankinfrastruktur und Tokenisierungsplattformen.
Während diese Token allmählich aus der Treuhand in den operativen Gebrauch übergehen, erwartet der Analyst, dass Ripples Gesamtbestand an XRP schließlich unter 20% fallen wird. Diese Verschiebung könnte die Dezentralisierung stärken, das regulatorische Vertrauen erhöhen und den Weg für eine breitere institutionelle Beteiligung ebnen.
Aufbauend auf dieser Perspektive skizzierte X Finance Bull, wie die Angebotsstruktur von XRP nach Abschluss der Verteilung durch Ripple aussehen könnte. Er prognostizierte, dass das Krypto-Unternehmen nach der Übertragung etwa 18 Milliarden XRP halten würde, während Banken 12 Milliarden, Liquiditätsanbieter etwa 10 Milliarden, Börsen rund 8 Milliarden, Zahlungsunternehmen etwa 6 Milliarden und öffentliche Inhaber ungefähr 46 Milliarden besitzen würden.
Der Analyst argumentierte weiter, dass Institutionen diese Token nicht verkaufen, sondern sie zur Unterstützung realer globaler Abwicklungsaktivitäten nutzen würden. In einem realen Szenario würden Liquiditätsanbieter große Pools von XRP halten, während Zahlungsunternehmen aktive Korridore betreiben, was die operative Nachfrage nach XRP aufrechterhalten würde. Gleichzeitig erwartet er, dass XRP als Brücken-Asset für grenzüberschreitende Liquidität fungiert, was das zirkulierende Angebot verknappt und das Preiswachstum unterstützt, wenn die Nachfrage steigt.
Die breitere Perspektive für die institutionelle Zukunft von XRP
Über die Angebotsdynamik hinaus bemerkte X Finance Bull, dass mehrere reale Entwicklungen bereits den von ihm beschriebenen Rahmen unterstützen. Er verwies auf die Klassifizierung von XRP als Rohstoff, die bereits aktiv ist, sowie auf etwa $1,4 Milliarden an ETF-Zuflüssen und rund $2,3 Milliarden in tokenisierten realen Vermögenswerten (RWAs).
Der Analyst erwähnte auch die bevorstehende nationale Banklizenz für Ripple und die anhaltende globale Expansion und Unternehmensübernahmen des Unternehmens als Anzeichen dafür, dass sich die institutionelle Schicht aktiv um XRP bildet. Darüber hinaus könnte der bevorstehende CLARITY Act eine bedeutende Rolle dabei spielen, wie Institutionen XRP und andere digitale Vermögenswerte betrachten.

